Ein interessantes Angebot der Steinwaldallianz lag dem Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung vor. Bürgermeister Bernhard Schindler erläuterte es. Nach der Bayerischen Kompensationsverordnung (BayKompV) müssen für öffentliche Baumaßnahmen entsprechende ökologische Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden. Je nach Art und Umfang der Baumaßnahme werden die Ausgleichsmaßnahmen mittels eines festgelegten Punktesystems umgerechnet, für die die Gemeinden dann wertgleiche Ausgleichsmaßnahmen – berechnet in Ökopunkten - auf speziell ausgewiesenen Flächen umsetzen muss. Die Steinwald-Allianz würde für ihre Mitglieder im Zuge des integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) eine entsprechende Fläche nach Zustimmung der vorliegenden Zweckvereinbarung ankaufen. Die Zweckvereinbarung war der Sitzungsvorlage beigefügt. Die Teilnehmer der Zweckvereinbarung können dann nach Bedarf für ihre Baumaßnahmen auf dieser gemeinsamen Ausgleichsfläche entsprechende Ökopunkte erwerben, für die sie sonst eigene Ausgleichsflächen erwerben oder vorhandene Flächen aufbrauchen müssten.
Der Beitritt zu dieser Zweckgemeinschaft ist für jeden Teilnehmer kostenlos, solange keine Ökopunkte auf dieser Fläche für ihre eigene Maßnahme erworben werden. Die Umrechnung der Ökopunkte für die jeweiligen Maßnahmen der Teilnehmer kann selbstverständlich erst nach den feststehenden Grunderwerbskosten und den jeweils benötigten Ökopunkten erfolgen. Nach einem
Erwerb von Ökopunkten auf dieser Fläche ist eine Mittelbindungsfrist von 25 Jahren vorgegeben. Gesprächsbedarf bestand nicht. Der Gemeinderat stimmte der beigefügten Zweckvereinbarung zur Umsetzung des Projekts ohne Gegenstimme zu.
Ludwig König virtuell noch Bürgermeister
Chris Pürner wies bei der letzten Gemeinderatssitzung darauf hin, dass auf einer Seite im Internet immer noch Ludwig König als Bürgermeister genannt ist. Bürgermeister Bernhard Schindler sagte zu, sich um Änderung zu kümmern.
Wolfgang Doleschal sprach das Thema „Friedhof“ an. Die Feststellung, dass die Arbeiten dort bis auf wenige Kleinigkeiten abgeschlossen sind, verband er mit einem „Kompliment“ an das Bauhof-Team. Die Arbeiten seien sauber ausgeführt worden. Bürgermeister Bernhard Schindler bestätigte dies und stellte ein weiteres Mal fest, dass mit einem derart engagierten Team viel Eigeninitiative möglich ist. Chris Pürner bemängelte, dass in dem Artikel über die Gemeinde Brand im Magazin „Zukunft Fichtelgebirge“ berichtet wird, dass es „die Bäckerei in der Mitte des Dorfes nicht mehr gibt.“ Die Bäckerei Pürner gebe es sehr wohl. Wolfgang Doleschal antwortete darauf, dass dies nicht auf Brand bezogen ist, sondern die Entwicklung in Dörfern allgemein beschreibt.
Auf eine entsprechende Frage erklärte Bürgermeister Bernhard Schindler, dass die Bürgerversammlungen stattfinden würden, allerdings mit Anmeldung der Besucher. Sollten sich mehr Besucher als erlaubt anmelden, müsste die Versammlung zweimal gehalten werden, um allen die Möglichkeit der Teilnahme zu eröffnen. Wie der Volkstrauertag begangen werde und ob und wie die Neujahrsempfänge abgehalten werde, sei in der Bürgermeister-Dienstversammlung noch nicht besprochen worden.












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