28.04.2019 - 14:30 Uhr
BrandOberpfalz

Wasser für knapp 6000 Einwohner

Der Zweckverband zur Wasserversorgung Oberes Fichtelnaabtal beschließt den Haushalt und gibt Ausblick auf 2019.

Stellvertretender Verbandsvorsitzender Ludwig König, der scheidende Geschäftsstellenleiter Helmut Graf, Nachfolger Thomas Prechtl und Verbandsvorsitzender Peter König.
von Autor HKÖProfil

Der Zweckverband zur Wasserversorgung Oberes Fichtelnaabtal beschäftigte sich in seiner vergangenen Sitzung mit der Haushaltssatzung und dem Haushaltplan 2017. Verbandsvorsitzender Peter König wies darauf hin, dass man Gebiete der Gemeinden Fichtelberg und Mehlmeisel, die Gemeinden Brand und Ebnath vollständig, den Ortsteil Schwarzenreuth der Gemeinde Neusorg sowie die Gemeindeteile Schurbach, Kössain und Buchlohhäuser, der Stadt Waldershof mit Trinkwasser versorgt.

Aufteilung der Orte

2286 Anwesen, in denen circa 5900 Personen leben, werden mit Wasser beliefert, erklärte der Vorsitzende. Die angeschlossenen Anwesen teilen sich folgendermaßen auf: Fichtelberg (842 Anwesen), Mehlmeisel (494), Brand (403), Ebnath (471), Gemeinde Neusorg mit dem Ortsteil Schwarzenreuth (30) und die Stadt Waldershof mit ihren Ortsteilen (46).

An die Endverbraucher wurden im Jahre 2017 rund 271 000 Kubikmeter Trinkwasser geliefert, was einem Rückgang zum Vorjahr von 15 000 Kubikmeter bedeute, erklärte Peter König. Florian Söllner als Sprecher des Rechnungsprüfungsausschusses bescheinigte der Geschäftsstellenleitung eine tadellose Kassenführung. Die Kasse des Zweckverbandes war 2017 zahlungsfähig, es wurden keine Kredite beziehungsweise Darlehen aufgenommen.

Aufgrund dieser Entwicklung wurde der Haushaltsplan für das Jahr 2019 festgesetzt. Verbandsvorsitzender Peter König teilte den Verbandsmitgliedern mit, dass der Verwaltungshaushalt eine Summe von 899 670,15 Euro und der Vermögenshaushalt mit 1 099 002,54 Euro vorsehen wird. König gab den Verbandsmitgliedern einen Ausblick für das Jahr 2019: Arbeitskraft auf Abruf

Der Abruf einer Arbeitskraft bei Bedarf solle in diesem Jahr weiter fortgeführt werden. Baumaßnahmen

In den Mitgliedsgemeinden Ebnath und Mehlmeisel sind folgende Baumaßnahmen vorgesehen: In Ebnath sind die Weiterführung der Ringstraße und ein Teilstück einer Ortsstraße geplant. 500 Meter Rohrleitung werden neu verlegt. In der Gemeinde Mehlmeisel soll der Bauabschnitt I in der Neugrüner Straße verwirklicht werden.

Ebenfalls in einem Teilstück in der Liftstraße und in der Unteren Sonnleite werden die Wasserleitungen auf einer Gesamtlänge von circa 560 Meter erneuert. Weiterhin ist die Sanierung des Daches am Hochbehälter Fichtelberg eingeplant. Insgesamt sind für diese Baumaßnahmen rund 248 000 Euro eingestellt, erklärte König. Erneuerungen

Eingeplant ist auch die Erneuerung von Druckminderungs- und Regelarmaturen in den Schachtbauwerken. Hierzu wurden 37 000 Euro in den Haushalt aufgenommen. Der Umstieg auf eine neue Wasserzählergeneration kann in diesem Jahr zum Abschluss gebracht werden.

Die anfallenden Kosten bezifferte der Verbandsvorsitzende auf circa 45 000 Euro. Auch soll mit den einzelnen Mitgliedsgemeinden das geographische Informations-System (GIS) fortgeführt werden. Hierzu sind Kosten von 25 000 Euro vorgesehen, informierte König. Keine Schulden

Er gab den Verbandsmitgliedern zu verstehen, dass der Zweckverband zur Wasserversorgung die übernommenen Darlehen der Mitgliedsgemeinden sukzessive abgebaut hat, so dass seit 1992 keine Schulden mehr nachzuweisen sind.

Info:

Prechtl folgt auf Graf

Thomas Prechtl wird zum 1. Januar 2020 als Nachfolger die Amtsgeschäfte des Geschäftsstellenleiter Helmut Graf, der in Ruhestand geht, übernehmen. Prechtl stellte sich den Anwesenden kurz vor.

Seit 2007 ist der neue Geschäftsstellenleiter in der Gemeinde Mehlmeisel tätig. Im Jahre 2011 übernahm er auch noch das Sachgebiet Kämmerei, 2015 wurde ihm die Geschäftsleitung der Gemeinde Mehlmeisel übertragen. Der 44-Jährige hob hervor, dass er gerne in der Gemeindeverwaltung gearbeitet habe. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung im Zweckverband zur Wasserversorgung Oberes Fichtelnaabtal und werde mein Bestes geben“, sagte er.

Unter Punkt Verschiedenes ergriff der zZweiter Bürgermeister der Gemeinde Fichtelberg Karl-Heinz Glaser, das Wort und lobte die Arbeit von Geschäftsstellenleiter Helmut Graf. Besonders die Aufstellung der Haushaltspläne, die Graf während seiner Tätigkeit vorbereitet hat, verdienten höchstes Lob und Anerkennung.

Im Namen aller Verbandsmitglieder bedankte sich Glaser bei Graf für seinen unermüdlichen Einsatz.

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