18.12.2018 - 10:33 Uhr
BrandOberpfalz

Weg nach Bethlehem

Der Männergesangverein "Max Reger" lädt zu einem adventlichen Konzert ein. Als Gäste sind der Posaunenchor der evangelischen Pfarrgemeinde und Maria Panzer (Querflöte) gekommen.

Maria Panzer trug zwei Stücke auf ihrer Querflöte vor.
von Gisela KuhbandnerProfil

Die Freude, der innige Wunsch nach Frieden, einem guten Miteinander und einem Stück heile Welt, verbunden mit ansprechender tiefgehender Musik, stimmungsvollem Gesang und aufrüttelnden, Mut machenden Denkanstößen: Das waren Kern und Aussage der vorweihnachtlichen Feierstunde, wozu der Männergesangverein Max Reger unter der Leitung von Bertram Nold am Sonntag in die Pfarrkirche eingeladen hatte.

Eine glückliche Hand hatte der Veranstalter mit der Wahl seiner mitwirkenden Gäste: Mit dem Posaunenchor der evangelischen Pfarrgemeinde unter der Leitung von Erich Fuchs, der mit seiner Musik die Herzen öffnete, und der Schülerin Maria Panzer. Mit "Kling, Glöckchen" und "Es ist eine Zeit angekommen", an der Orgel begleitet, nahm die Querflötistin die Versammelten stimmungsvoll mit ins (vor-)weihnachtliche Kindheitsparadies.

"Himmel und Erde werden vergehen. Aber meine Worte werden nicht vergehen", zitierte Sprecher Hans-Helmut Schindler eindringliche Kernsätze aus der Bibel, während der Männerchor noch vor dem Hauptportal mit "Licht in der Nacht" auf die besinnliche Stunde einstimmte und unter den gewaltigen Klängen des Posaunenchors (Pastorale Brass) in die dunkle Kirche einzog.

Dem folgte ein der feierlichen Stimmung angepasstes "Maria durch ein Dornwald ging" und das wohlakzentuierte "Menschen, die ihr ward verloren". Aber: "An uns liegt es doch, aus unserer Erde einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht gepeinigt, von Hunger und Furcht gequält werden, zerrissen in Rasse und Hautfarbe", stellte Sprecherin Michaela Schmidt in den Raum, um Mut bittend, schon heute mit diesem Werk beginnen zu können. Auch die anschließenden Vorträge "Rivers of Babylon", wobei einige in den Kirchenstühle leise mitsummten, "Herr der Herrlichkeit" und der innige emotionell vorgetragene Lobpreis "Wie groß bist Du" berührten die Seele der Hörerschaft, ebenso die von Michaela Schmidt vorgetragene Bitte, dass Gott nicht zulassen soll "dass wir mitmachen, wenn Hass und Feindschaft Menschen gegeneinander treiben, weil du mit uns Frieden gemacht hast".

Mit "Frieden", "Shalom chaverim" und "Jerusalem", beschaulich und stimmlich den Liedvorgaben angepasst, vertiefte der Männerchor diese Bitte. In diese Gedanken aber schlich sich auch schon die Vorfreude auf das kommende Fest, die der Posaunenchor mit dem Choral "Tochter Zion" und "What a Child is this" kräftig schürte, ebenso die Sänger mit einem getragen-fröhlichen "Hoch tut euch auf" und einem jubelnden "Freut euch". Dazu passte das "afrikanische Gebet", aus dem die Sprecherin zitierte: "Ich freue mich, weil du keinen Unterschied machst zwischen Weißen und Schwarzen, weil Wolken und Flüsse so unbekümmert und fröhlich sind". Ja - und auch die Hörerschaft freute sich und dankte mit stehendem Applaus: Für die musikalische Stunde, die Momente zum Innehalten und dafür, dass seine Erwartung - quasi ein Muss im alljährlichen Adventskonzert - den sehr emotionalen Liedvorträgen "Stell dir vor, s'ist Weihnanchszeit" und "Weihnachten bin ich zu Haus" erfüllt wurden - vor und nach den berührenden Segensworten von Pater Joy und dem innigen Dank von MGV-Vorsitzendem Franz Kilchert.

Der Männergesangverein `Max Reger` unter der Leitung von Bertram Nold.
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