07.01.2020 - 10:43 Uhr
Brünst bei GeorgenbergOberpfalz

Eine aktive Feuerwehr in jeder Hinsicht

Die Feuerwehr Brünst setzt auf gezielte Aus- und Fortbildungen. Ein Hauptaugenmerk gilt auch dem Bau des neuen Domizils.

Kreisbrandmeister Alfons Huber (links) und Bürgermeister Johann Maurer (rechts) freuen sich mit den Kommandanten Michael Stahl (Zweiter von rechts) und Bringfried Bock (Dritter von links) über die zur aktiven Truppe gestoßenen jungen Leute.
von Josef PilfusekProfil

Michael Stahl war vollauf zufrieden. „Ich wünsche mir, dass es so weitergeht“, sagte der Kommandant der Feuerwehr Brünst, nachdem er von einer vorzüglichen Kameradschaft und Zusammenarbeit gesprochen hatte. Gefordert waren die Leute in diesem Jahr auch beim Neubau des Feuerwehrhauses.

Laut Stahl waren zu den elf Übungen sechs Einsätze, unter ihnen technische Hilfeleistungen, gekommen. Dabei appellierte er, keine Bilder in sozialen Medien zu veröffentlichen. „Unsere Feuerwehr war davon nicht betroffen“, stellte er aber gleich fest. Besonders freute sich der Kommandant über die Wiederbelebung der Arbeitsgemeinschaft der gemeindlichen Wehren, blickte auf die gemeinsame Übung zurück und informierte über die erarbeitete Strategie für Anschaffungen in den nächsten Jahren, ob Ausrüstung oder Fahrzeuge.

Mitgestaltet hatten die „Floriansjünger“ auch eine Ferienaktion und an der „Feuerwehr-Rallye“ teilgenommen. Dazugekommen waren Kommandanten-Versammlungen, eine Funkübung im KBM-Bereich oder die Zwischenprüfung zur Modularen Truppausbildung. „Julia Helgert und Michael Nickl haben mit der MTA-Ausbildung begonnen“, ließ der Kommandant wissen. Weitergebildet hatten sich Robert Lindner (Maschinist) und Philipp Völkl (Technische Hilfeleistung).

Stahl selbst und sein Stellvertreter Bringfried Bock haben den Gruppenführer-Lehrgang mit Erfolg absolviert und werden in diesem Jahr den Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“ in Angriff nehmen. „Heuer sollten wir es schaffen“, kündigte der Kommandant eine Leistungsprüfung an und stellte fest: „Ich mit personell sehr zufrieden.“ Dabei freute er sich über das „Comeback“ von Johannes Lehrfeld, den er wie Fabian Bock, Tobias Bock und Katharina Lingl per Handschlag in die aktive Wehr aufnahm.

„Der Rohbau steht“, sagte er zum Neubau des Feuerwehrhauses und ergänzte: „Der Dachstuhl ist drauf, das Haus ist dicht.“ Das Dachdecken soll nach seinen Vorstellungen vielleicht im Januar oder Februar erfolgen. Die enormen Eigenleistungen der Mitglieder verdeutlichte Stahl mit den 1429 geleisteten Arbeits- und 152 Maschinenstunden. Ein dickes Lob zollte er dabei dem „Rentnertrupp“ um die Ehrenkommandanten Albert Mäckl und Josef Helgert.

Und so würdigte Bürgermeister Johann Maurer das herausragende Engagement der Feuerwehrleute und bezifferte die bisherigen Ausgaben der Gemeinde auf 110000 Euro. „Die Gemeinde investiert viel in den Brandschutz“, sagte der Rathauschef, der dabei auch auf die Erneuerung von Wasserleitungen in den nächsten Jahren hinwies und die stets harmonische Zusammenarbeit während seiner fast 18-jährigen Amtszeit hervorhob.

„2019 waren im Landkreis viele Einsätze zu verzeichnen“, blickte Alfons Huber zurück und fand etwa im Hinblick auf die Brandstiftungen im Süden: „Die Feuerwehren hatten es nicht leicht.“ Nach den Informationen des Kreisbrandmeisters wird es bei der Funkübung Änderungen geben. Die Alarmierung nach Tagesverfügbarkeit soll Mitte 2020 in Kraft treten, die digitale Alarmierung bis zum Jahresende.

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