04.12.2018 - 16:10 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

Bürgermeister gegen privates Feuerwerk an Silvester

Die Silvesterpartys in Burglengenfeld könnten dieses Jahr weniger laut und schmutzig ausfallen. Bürgermeister Thomas Gesche fordert, dass Privatpersonen auf die Knallerei verzichten.

Symbolbild
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

Immer mehr Städte diskutieren, ob sie private Feuerwerke zu Silvester verbieten wollen. Auch in Burglengenfeld wird sie geführt. „Ich habe großes Verständnis für die Skepsis gegenüber der Silvesterknallerei“, teilt Thomas Gesche, Bürgermeister von Burglengenfeld, mit. Hintergrund ist, dass an Silvester nach Angaben des Umweltbundesamts rund 5000 Tonnen Feinstaub freigesetzt werden – das sind rund 17 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge. Wer Feinstaub (PM10) einatmet, gefährdet seine Gesundheit. Bei Asthmatikern kann das zu einer höheren Medikamenteneinnahme führen, schreibt das Umweltbundesamt auf seiner Homepage. Auch ältere Menschen, Kinder und Tiere leiden unter dem Lärm, der in vielen Städten am 31. Dezember nicht erst kurz vor Mitternacht beginnt. Nicht zu vergessen der Müll, der nach den Feiern beseitigt werden muss.

Gesche kennt die Argumente, die gegen private Feuerwerke sprechen. Er fordert nun, dass Privatpersonen daher auf Böller und Kracher verzichten sollen. Er setzt sich laut Mitteilung der Stadt für einen freiwilligen Verzicht aufs Silvester-Feuerwerk ein. „Es gibt viele gute Gründe, die gegen die Knallerei zum Jahreswechsel sprechen. Ich halte aber nichts von einem generellen Verbot“, sagt der Bürgermeister.

Das Geld, das die Bürger für ihr Feuerwerk ausgegeben hätten, können sie "für einen regionalen guten Zweck spenden", schlägt Gesche vor.

Mitteilung der Stadt Burglengenfeld

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