Seit März beschädigten Unbekannte immer wieder Wände in Burglengenfeld mit Graffiti. Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz mitteilt, befassten sich diese thematisch oftmals mit dem Ukraine-Konflikt. Teils waren die Schriftzüge laut Polizei aber auch antisemitisch formuliert. Nach umfangreichen Ermittlungen der Burglengenfelder Polizei und der Kriminalpolizei Amberg wurden vier Tatverdächtige ermittelt, deren Wohnungen im September durchsucht wurden. Die Auswertung der sichergestellten Handys und Speichermedien dauert derzeit noch an.
Nachdem in den vergangenen Wochen die Zahl der beschmierten Wände erneut anstieg, wurden die polizeilichen Überwachungsmaßnahmen verstärkt. Am 25. November gelang ein weiterer Fahndungserfolg. Zivilkräfte der Polizei beobachteten gegen 20.15 Uhr einen 48 Jahre alten Mann, der dabei war, ein Schild vor dem Gymnasium anzuzünden, beziehungsweise anzusengen.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Amberg durchsuchte die Polizei anschließend seine Wohnung. Dort fanden die zahlreiche Beweismittel und stellten sie sicher. Laut Mitteilung wurden unter anderem circa 240 Spraydosen, Vorlagen für Graffiti sowie elektronische Geräte beschlagnahmt. Bislang hat sich der Beschuldigte, der bereits einschlägig in Erscheinung getreten ist, laut Polizei nicht zur Sache geäußert. Er wurde nach ersten polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Schadenssumme dürfte aber im vierstelligen Euro-Bereich liegen.













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