Der Saal ist gut gefüllt. Eher die jüngeren Semester bestimmen das Bild. Ihnen gefällt der von den Urhebern so genannte Quetschn-Techno-Pop, der auch gut zu einem Spaßabend ins Kirwa-Bierzelt passen würde. Die gesanglichen Inhalte sind einfach und eingängig geschnitten, die Musik kommt rasant daher. Florian Ritt an der Steirischen, Paul Slaviczek an der Gitarre und Gabriel Fröhlich am Schlagzeug haben ihren eigenen musikalischen Stil gesucht und gefunden. Und das mit großem Erfolg! Die Anhänger kennen ihre Songs in- und auswendig, zeigen sich ab der ersten Minute traumhaft textsicher.
Der Sound geht ins Ohr, der Rhythmus lässt so gut wie keinen in der Menge stillhalten. Geteiltes Leid ist halbes Leid, an diese Binsenweisheit fühlt man sich erinnert, wenn die Drei von der "Folkshilfe" loslegen, wie schlecht es ihnen doch geht. "Seit a poa Tog" stellen sie sich im besten Austro-Slang die Frage, wie viel Sinn denn ein Leben macht, das mit dem vielen "Hackeln" doch nur alle hin macht. Um dann kurz danach in einem weiteren Song festzustellen: "Mir laungt's", es reicht. Dem Publikum reicht's noch lange nicht, es kann anscheinend gar nicht genug von dieser Rezeptur des fröhlichen Jammerns bekommen. Der Anstieg auf dem Stimmungsbarometer beweist es.
Aber die Drei können schon auch anders: zum Beispiel in "Maria Dolores" von der schönsten Stimme im Jugendchor singen, in "Karl und Resi" der großen Liebe freien Lauf lassen, oder in "So bitte ned" sagen, wie sie sich Politik und Gesellschaft nicht vorstellen. Die Fangemeinde jubelt und ist glücklich. Die Oberpfalz ist für "Folkshilfe" wieder einmal ein gutes Pflaster!















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