Burglengenfeld
18.02.2026 - 14:22 Uhr

Stadtwerke prüfen Wirtschaftlichkeit von Fernwärmenetz in Altstadt Burglengenfeld

Die Stadtwerke Burglengenfeld prüfen die Machbarkeit eines Fernwärmenetzes in der Altstadt. Der Stadtrat hat eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben.

Ist ein Fernwärmenetz in der historischen Altstadt wirtschaftlich darstellbar? Diese Frage sollen nun die Stadtwerke klären, die darüber in einer Pressemitteilung informieren. Der Stadtrat hat nach Vorstellung der Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie erteilt. Erarbeitet wurde die Wärmeplanung von der Bayernwerk Netz GmbH gemeinsam mit dem Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV). Zentrales Ergebnis: Ein flächendeckendes Wärmenetz im gesamten Stadtgebiet ist unrealistisch und wirtschaftlich nicht darstellbar. Für die meisten Hausbesitzer bedeutet das, dass sie künftig auf dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen setzen müssen, um die gesetzlichen Vorgaben für eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erfüllen.

Anders stellt sich die Situation in der historischen Altstadt dar. Dort sehen die Gutachter ein hohes Potenzial für ein Wärmenetz. INEV-Projektmanagerin Patricia Pöllmann analysierte dafür unter anderem Gebäudezahl, Bebauungsdichte und mögliche Trassenlängen. Maßgeblich ist laut Leitfaden der Bundesregierung vor allem die sogenannte Wärmeliniendichte – also die Wärmemenge pro Meter Leitung. Je höher dieser Wert, desto wirtschaftlicher lässt sich ein Netz betreiben. Im Bereich rund um den Marktplatz liege eine „sehr hohe Wärmeliniendichte“ vor, berichtete Projektmanagerin Christina Albrecht von der Bayernwerk Netz GmbH. Deshalb sei es sinnvoll, diesen Bereich im Rahmen einer Machbarkeitsstudie vertieft zu untersuchen.

Jetzt "nahtlos weitermachen"

Bürgermeister Thomas Gesche sprach sich dafür aus, nun „nahtlos weiterzumachen“ und zügig in die Umsetzung zu kommen. Der Stadtrat folgte dieser Linie einstimmig und beauftragte die Stadtwerke, eine Machbarkeitsstudie für das „Fokusgebiet Altstadt“ zu erstellen. In die Untersuchung soll auch die Vorstadt einbezogen werden. Geprüft werden soll ausdrücklich auch, ob eine Wärmelieferung durch Heidelberg Materials eingebunden werden kann. Als alternative Quelle kommt zudem eine Flusswärmepumpe aus der Naab in Betracht.

Bereits am Tag nach der Präsentation im Stadtrat wurden die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung im Rathaus der Öffentlichkeit vorgestellt. Christina Albrecht lobte die enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung – insbesondere mit Diplom-Ingenieurin Anja Krieger und Klimaschutzmanager Dominik Kerner – sowie mit dem Team der Stadtwerke um Vorstand Johannes Ortner. „Burglengenfeld ist eine der ersten Kommunen, die mit der KWP fertig ist. Und wir haben dafür nur neun statt der durchschnittlich üblichen zwölf Monate gebraucht“, sagte Albrecht. Johannes Ortner bat mit Blick auf Detailfragen aus der Bürgerschaft um Geduld. Auch Wasser- und Kanalnetz seien nicht über Nacht entstanden. Die geplante Machbarkeitsstudie für die Altstadt solle nun belastbare Entscheidungsgrundlagen liefern.

Beratung für Bürger

Unabhängig von der KWP haben die Stadtwerke bereits eine weitere Studie für den Naabtalpark angestoßen. Dort betreibt das Wohlfühlbad Bulmare zwei Blockheizkraftwerke, die ein kleines Netz mit Stadthalle, Schulzentrum und Funktionsgebäude versorgen. Die Untersuchung soll klären, ob sich dieses Netz wirtschaftlich und effizient erweitern lässt. Parallel dazu setzt die Stadt auf Information und Unterstützung. Klimaschutzmanager Dominik Kerner verwies auf eine kostenlose Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger. Themen sind unter anderem Heizkostenersparnis, Fördermöglichkeiten und die Frage, ob sich eine neue Heizung lohnt. Ziel sei es, Unsicherheiten rund um Heizungstausch, Gebäudeenergiegesetz und Kosten zu reduzieren und Eigentümer bei anstehenden Entscheidungen zu begleiten.

Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.

 
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