Burglengenfeld
07.10.2018 - 15:17 Uhr

Trauben hängen hoch für die Stimmkreis-Kandidaten

Die SPD macht sich Mut zum Wahlkampffinale. Peter Wein und Armin Schärtl fühlen sich fit für den Landtag und Bezirkstag.

"Es wird verdammt eng". Dessen war sich Landtagskandidat Peter Wein beim Wahlkampffinale bewusst. Bild: Hirsch
"Es wird verdammt eng". Dessen war sich Landtagskandidat Peter Wein beim Wahlkampffinale bewusst.

Peter Wein (SPD) möchte die Nachfolge von Franz Schindler im Landtag antreten und weiß: "Das wird verdammt schwierig". Nach den neuesten Umfragen liege die SPD gleichauf mit den Freien Wählern und der AfD und sieben Punkte hinter den Grünen. "Zu erklären sind solche Werte nicht mehr", sagte der Direktkandidat im Stimmkreis beim Wahlkampffinale im voll besetzten Stadthallen-Restaurant in Burglengenfeld.

"Wir sollten weiter auf unsere Stärken vertrauen", macht der 30-jährige Finanzfachwirt aus Burglengenfeld sich und den Genossen Mut. Die Stärke der SPD sei es immer gewesen, "Politik mit Verantwortung" zu gestalten. Für seine Partei stehe soziale Gerechtigkeit an erster Stelle und das Bestreben, "wirtschaftliches Denken mit sozialem Ausgleich" in Einklang zu bringen. Peter Wein setzt sich ein für eine "bestmögliche Bildung für jedes Kind", bezahlbaren Wohnraum, den verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen, eine personelle Aufstockung der Polizei und eine Stärkung des ländlichen Raumes.

Ein Jahr lang hat Peter Wein Wahlkampf gemacht und dabei den Landkreis kennengelernt. Er dankte seinen Mitstreitern, die ihn begleitet und unterstützt haben. Der Landtagskandidat griff im Wahlkampf die Themen Inklusion, Städtebau, innere Sicherheit, Ehrenamt, Gesundheit, Verkehr, Umweltschutz und Fremdenverkehr auf, holte sich namhafte SPD-Mandatsträger dazu und zog nach vielen Gesprächen mit Bürgern den Schluss: "Ich fühle mich fit für den Landtag".

Bezirkstagskandidat Armin Schärtl hat den Landkreis ebenfalls "ein Jahr lang beackert und neue Erfahrungen gesammelt". Der Nabburger Bürgermeister ist der Meinung: "Die Sozialdemokratie wird in der öffentlichen Meinung unter Wert gehandelt". Er ist entsetzt über die Aggressivität, die ihm teilweise entgegen schlage. "Wir haben Strafanzeigen gestellt und sind gespannt, was dabei herauskommt", so die Reaktion auf die Verunglimpfungen der Kandidaten an den Wahlplakaten. Denn: "Als Verräter und Verbrecher lassen wir uns nicht beschimpfen". An den Info-Ständen hat Schärtl die Erfahrung gemacht: "Mit den meisten Leuten kannst du schon vernünftig reden."

Die Chancen der SPD-Bewerber bei den anstehenden Bezirks-und Landtagswahlen sieht Armin Schärtl gar nicht so pessimistisch: "Wir haben keine aussichtslosen Plätze". Der Vorsitzende des Fördervereins "Bauernmuseum Neusath-Perschen" meint: "Es macht Sinn, wenn ein Vertreter der größten Einrichtung des Bezirks im Bezirkstag vertreten ist."

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