19.02.2021 - 11:09 Uhr
BurglengenfeldOberpfalz

Zementwerk Burglengenfeld: Rauchgas stets im Blick

Die Rauchgasemissionen im neuen Ofen des Zementwerks in Burglengenfeld werden permanent überwacht. Das geschieht durch eine Sonde, die dort seit fast drei Jahren zuverlässige Daten liefert.

Von 2016 bis 2018 modernisierte die HeidelbergCement AG ihr Werk in Burglengenfeld mit der unternehmensweit bisher größten geplanten Einzelinvestition von über 100 Millionen Euro.
von Externer BeitragProfil

Von 2016 bis 2018 modernisierte die HeidelbergCement AG ihr Werk in Burglengenfeld. Mit Kosten von über 100 Millionen Euro bedeutete dies die bisher größte geplante Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte. Wie es in einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt, war das Ziel dieser Modernisierung, bei der unter anderem ein Wärmetauscherofen angeschafft wurde, die signifikante Reduzierung der Emissionen, die fortlaufende Erhöhung des Anteils von Sekundärbrennstoffen und eine gleichbleibende Produktqualität.

Eine Voraussetzung, um diese Ziele umzusetzen, bilden unter anderem Daten aus der kontinuierlichen und präzisen Bestimmung der Rauchgasemissionen des neuen Zementdrehrohrofens. Deshalb entschied sich die Firma laut Mitteilung für eine spezielle Drehrohrofen-Einlaufsonde. Dieses Messsystem zur Gasanalyse sei speziell für die extremen Einsatzbedingungen in Zementwerken entwickelt worden und ermögliche eine permanente Messung der Gase direkt im Drehrohr – und somit dauerhaft die genaue Bestimmung der notwendigen Parameter.

Neuer Wärmetauscherofen für das Zementwerk

Die neue Sonde wurde im März 2018 in Burglengenfeld installiert. "Die Montage verlief ohne Probleme und war innerhalb weniger Tage abgeschlossen, so dass die Sonde vom ersten Moment der Zündung an zuverlässig Messgas lieferte", teilt das Unternehmen weiter mit. Die Werte an der Ofeneinlaufkammer seien ein enorm wichtiges Indiz dafür, wie der Ofen läuft. Sie ermöglichten den Mitarbeitern, den umgebauten Ofen schnell und gut zu verstehen.

Insgesamt hat die Sonde laut Mitteilung nun in über zwei Jahren Betrieb in 90 Prozent der Betriebszeit zuverlässig Messgas zur Verfügung gestellt, so dass der Ofen kontinuierlich überwacht und geregelt werden konnte. Mit Hilfe der Sonde habe das Unternehmen alle Ziele der Modernisierung innerhalb einer sehr kurzen Betriebszeit erreicht. "Die seit 2019 geltenden verschärften Grenzwerte in Bezug auf Stickoxide und Ammoniakemissionen können sicher eingehalten werden und die Produktqualität ließ sich trotz des umfangreichen Bauvorhabens weiter auf einem sehr hohen Niveau halten", heißt es abschließend. Zudem sei der Anteil der Sekundärbrennstoffe kontinuierlich angehoben worden und werde sich in naher Zukunft auf die angestrebten 80 Prozent belaufen.

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