11.12.2018 - 13:25 Uhr
Burgtreswitz bei MoosbachOberpfalz

Besinnliche Stunde

Eine Lesung in Mundart und feiner Gesang gehören zum Rahmenprogramm des Weihnachtsmarkts in Burgtreswitz.

Aufmerksam lauschten die Besucher den Weihnachtsgeschichten in Oberpfälzer Mundart von Helene Rolle und umrahmt von der Gesangsgruppe „Triangel“ aus Waldthurn unter Leitung und am Piano von Hans-Josef Völkl in einer besinnlichen Stunde in der Ortskirche Burgtreswitz.
von Peter GarreissProfil

Auf eine besinnliche Stunde stimmte Tobias Voit am E-Piano in der Ortskirche Burgtreswitz die Besucher ein. Hans-Josef Völkl begrüßte im Namen des Fördervereins Schloss Burgtreswitz die Zuhörer im vollen Gotteshaus im Rahmen des Weihnachtsmarktes. “Nun es nahen sich die Stunden“ sang die Gruppe „Triangel“ aus Waldthurn unter Leitung von Hans-Josef Völkl am Piano. „Ich winsch enk das staad is, denn drass is zu laut und der Lärm dout so wei“, begann Sprecherin Helene Rolle mit einem Gedicht von E. Michler. Rolle hatte die Texte in Mundart verfasst. „Maria durch ein Dornwald ging, Kyrie eleison“ stimmten die Sängerinnen beeindruckend und mehrstimmig an. „S`Christkindl is weg“, für die einen ist es verloren, für die anderen hat man das Christkind im Wohlstand erstickt. Wer möchte, dass das Christkind wieder zurück kehren soll, der muss wieder Gott und den Himmel vertrauen.

„Wir sind auf dem Weg und folgen die leuchtenden Stern“, konnte vom Trio vernommen werden. Warum der Ochs und der Esel in der Krippe sind von E. Leyser, lauschten die Gäste aufmerksam der Geschichte. Da hatte der Erzengel Michael die Aufgabe bekommen die passenden Tiere für die Krippe zu suchen. „Im Dunkeln naht die Weihnacht“ boten musikalisch die Sängerinnen begleitet vom Pianisten. Sie weisen im Lied den Weg von Advent auf Weihnachten hin.

Weiter erzählte die Sprecherin die Geschichte „Die heilige Nacht“ von S. Lagerlöf. Es ist die Geschichte von einem Mann namens Josef, der auf der Suche nach Feuer für seine Frau und sein neu geborenes Kind war, um sie zu wärmen und sich Hilfe erhoffte. Der Wandel des Hirten vom ablehnenden, harten Menschen hin zum hilfsbereiten und erkennenden Mann, macht deutlich, dass es nur Güte und Herzlichkeit ermöglichen, zu sehen, was sonst verborgen bleiben würde. Eine weitere Geschichte war „S`Vasprechn“ von P. Detterbeck, das zu Weihnachten eingelöst wurde. „Jesus unser Retter naht“ und weiter folgte das Lied getragen „Glaube, Hoffnung und die Liebe“.

Am Ende brachte Helene Rolle die Weihnachtswünsche von Alois Gillitzer vor. „Ich wünsch eich viel heilige Nacht, das Christkindl kummt und in eiren Herzen drin lacht. Dafür müsst ihr selbst was tun, müsst ganz still werden und finden zu Ruh. Müsst Wichtiges von Unwichtigen trennen und den Sinn von der heiligen Nacht erkennen.“ Mit ihren brillanten Stimmen folgte am Schluss von der Gesangsgruppe „Triangel“ "Der Engel des Herrn". Großen Applaus erhielten am Ende alle Akteure und die Zuhörer waren begeistert. Völkl bedankte sich bei allen Mitwirkenden für die schöne und einfühlsame Stunde. Wer wollte konnte noch einen Obolus ins Körbchen legten für die Instandsetzung des Schlosses.

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