10.12.2018 - 14:42 Uhr
Burgtreswitz bei MoosbachOberpfalz

Petrus hat ein Einsehen

Nach den Wettervorhersagen befürchten die Verantwortlichen des Fördervereins Schloss Burgtreswitz, dass der 12. Weihnachtsmarkt ins Wasser fällt. Doch die Prognosen treten nicht ein.

Auch ohne Schnee konnten die Besucher den Weihnachtsmarkt im Innenhof des Schlosses genießen.
von Peter GarreissProfil

Der Sturm blieb aus und Regen gab es nur in ganz kleinen Mengen. So machten sich doch noch einige tausend Besucher aus den Landkreisen Neustadt/WN und Schwandorf auf den Weg nach Burgtreswitz, um im Glanz unzähliger Lichter das Riesenangebot des Fördervereins an Kunst und Kulinarischem zu genießen. Selbst der neue MdL Dr. Stephan Oetzinger ließ es sich nicht nehmen, Burgtreswitz zu besuchen und mit den Kindern auf das Christkind zu warten. Das historische Ambiente des früheren kurfürstlichen Pflegamtes strahlt noch immer einen speziellen Charme aus. Deshalb wurde der 12. Weihnachtsmarkt wieder etwas Besonderes für die Familien sowie ein Treffpunkt für Jung und Alt.

Über 40 der 52 Stände waren in trockenen und beheizten Räumen, wie im historischem Saal, den drei Gaststuben, dem Weinkeller, der Folterkammer und dem alten Stall untergebracht. Da zeigten Holzschnitzer, Kerzenzieher, Frau am Spinnrad, Drechsler, Wollstricker und Schnapsbrenner ihr Handwerk. Da wurden Marmeladen, Plätzchen, Sternküchln, Salze, Metallschmuck, Produkte aus dem heimischen Wald, verschiedene Biersorten, Alpakasachen, Laubsäge- und Klosterarbeiten angeboten. Da ging es auch um Kräuter, Seifen, Schmuck, Puppenkleider, Bio-Dinkelkissen, gehäkelten und gestrickten Sachen sowie um Delikatessen aus der Hecke sowie Duftkissen. Auch das Programm für die Kinder war groß. Im Gastzimmer III beschäftigte sich das Vereinsmitglied Jutta Vaas-Kornprobst mit zahlreichen Kindern um die Gestaltung von Einladungs-, Gratulations- und Weihnachtskarten. Das Ehepaar Gisela und Peter Süß aus Ragenwies stellte für Kinder und auch Junggebliebene Erwachsene Zuckerwatte her. Die teure Zuckerwattemaschine spendierten Beide schon 2017 dem Verein. Im inneren und äußeren Schlosshof lasen die gastronomischen Stände den Gästen jeden Wunsch von den Augen ab. Fehlen durfte dabei nicht der Fränkische Kreemoo. Laszlo bot „scharfe Sachen“ aus seiner ungarischen Heimat an.

Die Feuerwehr Burgtreswitz war mit Bastelsachen, Getränken und grünen Glühwein vertreten. Die Mittelschule Vohenstrauß kredenzte Punsch und Plätzchen. Erich Schmid von der Hexenküche aus Gaisheim hatte Weine, Liköre und „aufwärmende Sachen“ dabei. Die Frauenunion Moosbach ist seit Jahren ein Garant für zahlreiche Leckereien, von der Schupfnudel, Weihnachtszwiebel bis zur Feuerzangenbowle. Erstmals war der Schützenverein Etzgersrieth mit dem Verkauf von leckeren Spießen und heißer Schokolade dabei. Eine ganze Palette der Bäckerkunst bot die Bäckerei Eger aus Moosbach an. Johannes Schweigl hatte sogar seine Schafe zum Markt mitgebracht. Die Schafe erhielten Streicheleinheiten von den Kindern. Im Warenangebot führte Schweigl Lammspezialitäten. Deftige Kost mit Knacker-Kraut und Zoigl war bei den Jusos zu haben. Natürlich fehlten im Angebot auch nicht einige Stände mit Deko- und Floristikartikeln. Premiere hatte diesmal auch die Tagespflege Moosbach, die mit Dekoartikeln und Weihnachtsplätzchen aufwartete. Gegen den Hunger gab es natürlich auch Bratwurst mit Semmel und gegen die Kälte heißer Punsch oder Glühwein. Die Musikschule Moosbach unter Leitung von Musiklehrer Wolfgang Ziegler sorgte mit Geigen, Klarinetten, Querflöten, Akkordeon und Steirischer für vorweihnachtliche Stimmung, ebenso das Moosbacher Bläserensemble unter Leitung von Franz Sturm und die Grenzland-Jagdhornbläser unter Leitung von Eduard Forster.

Eine erste große Bewährungsprobe hatte der neue Personenaufzug im Schloss zu leisten. Mit unzähligen Fahrten sorgte er für ein barrierefreies Schloss. Peter Süß überwachte dabei einen störungsfreien Einsatz des Aufzuges. Die drei Vorsitzenden des Fördervereins Peter Garreiss, Thomas Hupfauf und Wolfgang Mayer freuten sich auch über den Besuch zahlreicher Ehrengäste und dankten den ehrenamtlichen Helfern für das enorme Arbeitspensum, ohne das eine Veranstaltung dieser Größenordnung gar nicht durchzuführen wäre.

Den Holzschnitzer-Stammtisch konnte über die Schultern geschaut werden.
Weihnachtliche Klänge brachte die Musikschule zu Gehör.
Weihnachtliche Klänge brachte die Musikschule zu Gehör.
Wer die Wahl hat, hat die Qual bei diesen herrlichen Laubsägearbeiten.
Kinder durften kostenlos Glückwunschkarten mit Jutta Vaas-Kornprobst (links) basteln. Da half auch mal eine Mama dazu.
Auch ohne Schnee konnten die Besucher den Weihnachtsmarkt im Innenhof des Schlosses genießen.
Die Jagdhornbläser spielten an verschiedenen Stellen beim Weihnachtsmarkt wie hier im unteren Schlosshof.
Die Lichter verzauberten auch im unteren Schlosshof.
Frisches Grün gebunden als Kränze, Bäumchen und andere Sachen gab es an diesem Stand.
Über die süße Zuckerwatte freut sich dieses Mädchen, die Gisela Süß (links) drehte.
Feuerzangenbowle und heiße Maronen gibt es bei der Frauen-Union.

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