27.09.2019 - 11:25 Uhr
Burgtreswitz bei MoosbachOberpfalz

Spatenstich für Gerätehaus

23 Jahre lang war die Feuerwehr Burgtreswitz auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück für den Neubau eines Gerätehauses. 2019 hatte die Suche ein Ende.

Ein besonderes Ereignis war für die Ortschaft Burgtreswitz der Spatenstich für das neue Feuerwehr-Gerätehaus mit Hans Schnupfhagn, 2. Kommandanten Wolfgang Mayer, Kreisbrandrat Marco Saller, Bürgermeister Hermann Ach, Vorsitzender Kilian Völkl, 2. Vorsitzender Matthias Zeitler und Kommandant Peter Hartinger (von links). Mit großem Beifall nahmen die Dorfbewohner die Aktion auf.
von Peter GarreissProfil

Nach Ausräumung aller weiteren Hindernisse konnte die Wehr nun zum Spatenstich für ihr neues Domizil einladen. Feuerwehrkommandant Peter Hartinger konnte dazu neben Bürgermeister Hermann Ach auch Kreisbrandrat Marco Saller, Kreisbrandinspektor Martin Weig und Kreisbrandmeister Thomas Kleber sowie Gemeinderäte und Vorstandsmitglieder mit Vorsitzenden Kilian Völkl begrüßen.

Die im Jahre 1885 gegründete Feuerwehr konnte 1963 ein Gerätehaus an der Ortsdurchfahrt einweihen. Aufgrund der ständig steigenden Anforderungen und Aufgaben der Wehren wurde der Betrieb immer mehr beeinträchtigt, so dass der Bau eines neuen, zeitgemäßen Gerätehauses nicht mehr zu umgehen ist. Mit dem riesigen Schloss (13. Jahrhundert) im Ort und der sehr befahrenen Ortsdurchfahrt nimmt die Feuerwehr Burgtreswitz eine Sonderstellung ein, die den Neubau eines Gerätehauses rechtfertigt.

Kommandant Peter Hartinger blickte auf die lange Suche nach einem neuen Standort der Wehr zurück. Schon 1996 hatte man Pläne für ein Gebäude in der Ortsmitte mit einem Kostenvoranschlag von 152.000 Euro. Aber fehlende Parkplätze ließen das Projekt scheitern. 2015 standen vier Plätze zur Auswahl. Nach Besichtigungen mit Kreisbrandrat Richard Maier entschied man sich für den heutigen Platz. Aber dieser stand damals noch nicht im Eigentum der Gemeinde. Endlich 2016 konnte der Markt Moosbach das im Eigentum der Familie Fleischer, Nürnberg stehe Wohnanwesen erwerben. Nun war der Weg frei für die weitere Planung. Am 3. April 2017 wurden die alten Gebäude abgebrochen. Das Planungsbüro Fichtner-Gruber fertigte die Planunterlagen. Dann ging es in die Gremien. Im Juni 2018 beschloss die Generalversammlung der Feuerwehr den Neubau. Ein Bauausschuss wurde gegründet und anschließend wurden Kostenvoranschläge für die Ausführung in Holz-, Stahl- oder Massivbauweise eingeholt. Schließlich entschied man sich für Massivbauweise als wirtschaftlichste Lösung. Wegen der Finanzierung begannen die Gespräche mit der Gemeinde. Am 14. Mai 2019 beschloss der Gemeinderat das rund 220.000 Euro teure Vorhaben, zu dem der Freistaat Bayern einen Zuschuss in Höhe von 57.700 Euro leistet. Der Rest soll vor allem durch Eigenleistungen der Feuerwehr sowie Geld- und Sachleistungen von Gemeinde und Feuerwehr aufgebracht werden. Hartinger freute sich, dass auch schon die Baugenehmigung durch das Landratsamt Neustadt/WN erteilt wurde.

Nach einer nochmaligen Mitgliederversammlung im September konnte schon mit den Erdarbeiten begonnen werden. Hartinger betonte, dass die Wehr den größten Teil der Gewerke in Eigenregie erbringen wolle. Dazu übernahmen die Mitglieder Siegfried Lehner die Bauorganisation, Johann Schnupfhagn den Tiefbau und die Baggerarbeiten sowie Norbert Schieder die Personalorganisation. Hartinger stellte folgendes Raumprogramm vor: im Mittelpunkt steht die Fahrzeughalle mit der Mindestgröße. Eingerichtet werden WC`s und Ankleiden für Damen und Herren sowie ein Schulungsraum. Bürgermeister Hermann Ach freute sich, dass nun Burgtreswitz endlich ein neues Feuerwehrhaus bekomme. Das Bestehende erfülle nicht mehr die Erfordernisse. Ach hob hervor, dass die Versammlung sich einstimmig für den Neubau entschieden habe. Viele Mitglieder und Freunde der Treswitzer Wehr haben sich bereit erklärt Eigenleistungen zu erbringen. Ach dankte auch den Feuerwehr-Führungskräften des Landkreises, dass sie jederzeit das Projekt in Burgtreswitz unterstützten. Ach wünschte ein unfallfreies Arbeiten an der Baustelle. Kreisbrandrat Marco Saller freute sich, dass mit dem neuen Gerätehaus die Rahmenbedingungen optimal abgedeckt werden können. Man sieht es „Hier packt die Feuerwehr an und das sei ein wichtiges Fundament für die weitere erfolgreiche Arbeit der Wehr“, war sich Saller sicher.

Bevor die zahlreichen Gäste und Bewohner von Burgtreswitz zum Feiern schritten, vollzogen die Kommandanten der Wehr Peter Hartinger und Wolfgang Mayer mit den Ehrengästen, ausgerüstet mit Schutzhelm und Spaten, den Spatenstich. Das Ereignis wurde anschließend bei Kaffee und Kuchen und Getränken mit den Feuerwehrleuten, Ehrengästen und Dorfbewohnern gebührend gefeiert.

Ein besonderes Ereignis war für die Ortschaft Burgtreswitz der Spatenstich für das neue Feuerwehr-Gerätehaus mit Hans Schnupfhagn, 2. Kommandanten Wolfgang Mayer, Kreisbrandrat Marco Saller, Bürgermeister Hermann Ach, Vorsitzender Kilian Völkl, 2. Vorsitzender Matthias Zeitler und Kommandant Peter Hartinger (von links). Mit großem Beifall nahmen die Dorfbewohner die Aktion auf.

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