Vor über 800 Jahren kamen die adeligen Dreswitzer Ritter in die Gegend von Burgtreswitz. Die Grafen von Ortenburg-Murach hatten sie als Verwaltungsleute eingesetzt. Sie beeinflussten die Entwicklung des Raumes Burgtreswitz, Altentreswitz und Böhmischbruck. Nur spärlich sind Unterlagen über sie vorhanden. Der pensionierte Oberleutnant Joseph Rudolf Schuegraf hat 1831 eine umfangreiche genealogische Abhandlung über sie verfasst. Darin wird der alte Ritter Bernoldus I. als Stammvater dieses Geschlechts genannt. Auf Schloss Burgtreswitz erinnert, im jetzigen Treppenhaus an der Südseite des Schlosses, eine alte Ritterrüstung an die Dreswitzer Rittersleut'.
Bernoldus I., genannt „Dreßwitzer von Dreswitz“, soll an einem Kreuzzug im Heiligen Land teilgenommen haben und für seine Verdienste mit der Burg Treswitz belohnt worden sein. Der Kreuzzug verwandelte Bernoldus I. offenbar in einen frommen Mann. Heimgekehrt aus Jerusalem, war er der Mitbegründer des Hospitalordens in Böhmischbruck. Seine christliche Gesinnung gab er an seine Söhne weiter. Der Sohn des Bernoldus I., genannt Bernoldus II., wirkte im Sinne seines Vaters in Böhmischbruck beim Aufbau des Klosters mit. Dort schenkte der Ritter im Jahre 1255 den Mönchen 20 Tagwerk Äcker und Wiesen zu deren Lebensunterhalt.
Auch dieser zweite Bernoldus fand im Schloss Burgtreswitz endlich seinen Platz. Rechts neben dem Schlosseingang befindet sich eine weitere Ritterrüstung, die an ihn erinnert. Boris Schöbel, Mitglied des Fördervereins Schloss Burgtreswitz, hat sie auf einer Auktion im Saarland entdeckt und in die Oberpfalz mitgebracht. Bei der Übergabe bedankte sich Fördervereinsvorsitzender Peter Garreiss bei Schöbel für dessen Unterstützung beim Ausbau des Schlossmuseums.













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