Burkhardsrieth bei Pleystein
26.03.2019 - 11:07 Uhr

Wahllokal und AfD die Sorgenkinder

Der CSU-Ortsverband Burkhardsrieth setzt weiterhin auf seine bewährte Führungsriege mit Herbert Lindner als Vorsitzenden. Zwei Themen bereiten ihm Kopfzerbrechen.

Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang (links) gratuliert Ortsvorsitzendem Herbert Lindner, den Stellvertreterm Anton Nistler und Christian Riedl, Schriftführer Maximilian Wolf, Kassier Markus Grötsch (vorne, von links) sowie den Beisitzern und Kassenprüfern (hinten) zur Wiederwahl.	Bild: bey Bild: bey
Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang (links) gratuliert Ortsvorsitzendem Herbert Lindner, den Stellvertreterm Anton Nistler und Christian Riedl, Schriftführer Maximilian Wolf, Kassier Markus Grötsch (vorne, von links) sowie den Beisitzern und Kassenprüfern (hinten) zur Wiederwahl. Bild: bey

Lindner hatte zur Jahreshauptversammlung nur eine kleine Zahl von Mitgliedern zu begrüßen, die letztlich auch die Ämter im Vorstand übernahmen. In seinem Rückblick nannte der Vorsitzende unter anderem die Teilnahme an politischen Veranstaltungen. Außerdem machte der Ortsverband Werbung und Wahlkampf für die Landtagswahl.

Die Angst im Ortsteil betreffe die Erhaltung des Wahllokals. Wichtig sei, dass mindestens 50 Wähler zu den Urnen kommen und nicht noch mehr an der Briefwahl teilnehmen. Deshalb bat Lindner die Mitglieder, für die Stimmabgabe im Ortsteil Werbung zu machen. "Beim Wegfall des Wahllokals müssten die Wähler den Weg nach Pleystein nehmen", kündigte Lindner an. Bei der Landtagswahl haben zuletzt 63 Bürger ihre Stimme im Wahllokal Burkhardsrieth abgegeben. Auffallend war bei der Landtagswahl das Ergebnis für die AfD, die auch in Burkhardsrieth auf dem Vormarsch ist. Bei der Bezirkstagswahl war die Stimmabgabe für die AfD ebenfalls ziemlich hoch. "Damit ist diese Partei die zweitstärkste im Ortsteil geworden", betonte Lindner. Bei 90 Einwohnern, von denen 21 der CSU angehören, stimme ihn das nachdenklich. Da stelle sich die Frage, was die CSU falsch mache oder was verbessert werden könne. In jedem Fall sei der CSU-Ortsverband bestrebt, bei der Europawahl wieder an frühere Zeiten anknüpfen zu können.

Bei den Neuwahlen bestätigten zehn stimmberechtigte Mitglieder einstimmig Lindner als Chef. Stellvertreter sind Christian Riedl und Anton Nistler. Schatzmeister bleibt Markus Grötsch, um die Chronik kümmert sich Maximilian Wolf. Beisitzer sind Margit Riedl, Georg Meier, Josef Schlögl und Georg Landgraf. Die Kasse prüfen Josef Riedl und Stefan Völkl.

Zweite Bürgermeisterin und stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Andrea Lang nahm die nachdenkliche Anmerkung von Lindner zum Anlass, über die Stärke der AfD zu spekulieren. Die Partei greife für die Menschen interessante Themen auf, die von der CSU vernachlässigt worden waren. Es gelinge aber auch nicht, die positiven Ergebnisse zu den Menschen „rüberzubringen“, meinte Lang. Die Schaffung neuer Stellen bei den Polizeibehörden sei ein Zeichen, dass auf die Sorgen der Menschen reagiert worden sei. Als sinnvoll nannte sie auch die Einführung des Landespflegegelds, die Schaffung neuen Wohnraums und die verbesserte Wertschätzung für die Pflegekräfte. Dies führe aber nicht gleichzeitig zu einer Personalmehrung im Pflegebereich, betonte die zweite Bürgermeisterin. Das Familiengeld sei von der CSU eingeführt worden, rechnete sie vor. Die CSU unterlasse es, ihre Erfolge stolz in der Öffentlichkeit darzulegen.

Eine klare Meinung bezog die Rednerin auch gegenüber den Gegnern der Stromleitungen: Wer gegen die Leitungen sei, müsse erklären woher der Strom kommen solle. Dies unterbleibe bisher aber.

Für die Europawahl bat die stellvertretende Kreisvorsitzende, den Spitzenkandidaten Christian Doleschal zu unterstützen. Wichtig sei, die Wahlberechtigten zu motivieren, um die Wahlbeteiligung gegenüber der letzten Europawahl zu verbessern.

 
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