Burkhardsrieth bei Pleystein
24.08.2021 - 13:54 Uhr

Nach Wirrwarr: Anton Nistler neuer CSU-Chef in Burkhardsrieth

Anton Nistler (vordere Reihe von links) führt den CSU-Ortsverband Burkhardsrieth. Ihm zur Seite stehen Stellvertreter Christian Riedl, Schriftführerin Gerlinde Krämer und Kassier Stefan Völkl. Bild: bey
Anton Nistler (vordere Reihe von links) führt den CSU-Ortsverband Burkhardsrieth. Ihm zur Seite stehen Stellvertreter Christian Riedl, Schriftführerin Gerlinde Krämer und Kassier Stefan Völkl.

Selten war soviel Überredungskunst gefragt wie bei den Vorstandswahlen des CSU-Ortsverbandes Burkhardsrieth. Nur wenige wussten im Vorfeld, dass der bisherige Vorsitzende Herbert Lindner nicht bereit war, das Amt erneut zu übernehmen. Dementsprechend schockiert waren die Mitglieder, ebenso wie Pleysteins Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang und CSU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger.

10 der 16 Mitglieder des Ortsverbandes waren zur Ortshauptversammlung ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen. Doch Lindner hatte das Ergebnis der Kommunalwahl noch nicht verdaut. Er beklagte sich, dass die Stimmen für die einzelnen Kandidaten, er selbst mit eingeschlossen, die vorher ausgegebene Grundrichtung über das „Zusammenhalten der Dörfer“ nicht habe erkennen lassen. „Es sind keine Stimmen nach Burkhardsrieth zurückgekommen“, monierte Lindner. Ihm missfiel auch, dass sein Wunsch gegenüber Bürgermeister Rainer Rewitzer nach der Bestellung eines Ortssprechers nicht erfüllt wurde. Mit traten auch Schriftführer Maximilian Wolf und Schatzmeister Markus Grötsch nicht mehr an.

Grötsch nutzte die Versammlung sich mit klaren Worten über die derzeitige Landwirtschaftspolitik des Bundes zu beklagen. „Wir sind am Limit“, meinte der Landwirt aus der Bodenmühle. Er habe mit der großen Politik abgeschlossen, meinte Grötsch resigniert. „Wenn ich nicht im Stall bin, bin ich im Büro wegen der immer mehr zunehmenden Bürokratie“. Und zu den Preisen: „Wenn ein Bullenkalb weniger kostet als ein Stallhase ist das nicht mehr richtig.“ Oetzinger appellierte an die Mitglieder, den Ortsverband „nicht fallen zu lassen“. Es sei negativ wenn es in einem Ortsteil keine organisierten Parteien gebe.

Nach einer längeren Nachfrage unter der Anwesenden erklärte sich der ehemalige Stadtrat und einstige CSU-Ortsvorsitzende Anton Nistler bereit, den Ortsverein wieder zu führen. Das Amt des Ortsprechers lehnte er ab. Ihm zur Seite stehen der weiter amtierende Zweiten Vorsitzende Christian Riedl sowie Schriftführerin Gerlinde Krämer und Schatzmeister Stefan Völkl (beide neu). Beisitzer sind Margit Riedl, Josef Riedl und Josef Schlögl, Kassenprüfer Herbert Lindner und Georg Meier.

 
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