Cham in der Oberpfalz
10.03.2020 - 13:03 Uhr

Mehr Wildkatzen in Nordbayern

Seit Mitte des letzten Jahrhunderts galt die Europäische Wildkatze (Felis silvestris) in Bayern als ausgerottet. Nun zählte der Bund Naturschutz in Bayern 600 dieser Tiere. Besonders umtriebig ist ein Kater aus Hirschau.

Eine Wildkatze (Felis silvestris) klettert im Wildkatzengehege vom NABU Niedersachsen im Harz. In Bayern zählt der Bund Naturschutz nun 600 dieser Tiere. Bild: Julian Stratenschulte
Eine Wildkatze (Felis silvestris) klettert im Wildkatzengehege vom NABU Niedersachsen im Harz. In Bayern zählt der Bund Naturschutz nun 600 dieser Tiere.

Eine Untersuchung des BUND Naturschutz (BN) ergab nun, dass diese in einige Regionen Nordbayerns wohl dauerhaft zurückgekehrt ist. Die Nachweise bestätigen den Erfolg der Wiedereinbürgerung von 1984 bis 2009 durch den BN, freut sich der Vorsitzende Richard Mergner laut Mitteilung. Allerdings leben nach BN-Angaben nur 600 Wildkatzen in Bayern. Dies sei weit entfernt von einer sicheren Population.

Dank des Einsatzes von 150 ehrenamtlichen Wildkatzenforschern kann der BN das Vorkommen der Wildkatze unter anderem in Cham bestätigen. Nach dem Erstfund bei Hirschau 2015 konnte ihn der BN seit 2016 immer wieder an verschiedenen Stöcken im Kreis Cham nachweisen. Der Erfolg des Wildkatzenprojekts "zeigt uns, dass sich die einst ausgerotteten Wildkatzen ehemalige Lebensräume langsam zurückerobern", sagt Professor Kai Frobel, Artenschutzreferent des BN. Aber: Viele dieser Tiere sterben im Straßenverkehr.

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