03.11.2020 - 13:14 Uhr
Cham in der OberpfalzOberpfalz

Razzia gegen Verfasser von Hass-Botschaften

Polizei und Staatsanwaltschaft haben im Kreis Cham Wohnungen durchsucht. Im Visier der Ermittler: Verfasser von Hassbotschaften im Internet.

Polizei und Justiz haben ein deutliches Zeichen gegen Hasskriminalität in Bayern gesetzt.
von Alexander Unger Kontakt Profil

Polizei und Justiz haben ein deutliches Zeichen gegen Hasskriminalität in Bayern gesetzt. Die Ermittler durchsuchten 12 Wohnungen von 13 Beschuldigten im Landkreis Cham. Die Kripo Regensburg und die Staatsanwaltschaft Regensburg ermitteln. Europol hatte die Federführung beim europaweiten "Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings“. "So wurde seit den heutigen Morgenstunden auch Verfassern von Hasspostings in der Oberpfalz das Handwerk gelegt", berichtet Polizeisprecher Florian Beck. "Mehr als zehn Straftatbestände, von Beleidigung über Bedrohung bis hin zur Volksverhetzung, können im Einzelfall erfüllt sein."

Die Täter wiegen sich laut Polizei aufgrund der scheinbaren Anonymität des Internets in Sicherheit. Polizeisprecher Florian Beck: "Täter werden ermittelt und deren Taten konsequent zur Anzeige gebracht." „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Die Polizei Oberpfalz wird konsequent gegen Beleidigungen, Bedrohungen, Volksverhetzung und andere Straftaten auch im Netz einschreiten“, sagte der Oberpfälzer Polizeivizepräsident Thomas Schöniger.

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Tipps der Polizei

Sie wurden selbst im Netz bedroht oder beleidigt? Sie haben Hasspostings festgestellt und möchten helfen?

  • Zivilcourage: Melden Sie Hate-Speech direkt im sozialen Netzwerk und benachrichtigen Sie Betroffene von Hate-Speech über entsprechende Netzinhalte.
  • Gegenrede: Auch aktive und sachliche Gegenrede (Counter-Speech) kann eine Möglichkeit sein, Hasskommentaren entgegenzutreten.
  • Melden: Wenn Sie selbst mit Hate-Speech konfrontiert werden, dann dokumentieren und sichern Sie die festgestellten Inhalte (Screenshot, Internetadresse und Ersteller sowie Datum und Uhrzeit) und melden Sie diese der nächsten Polizeiinspektion oder Staatsanwaltschaft.
  • Blockieren: Wenn Sie die Möglichkeit haben, blockieren Sie Personen, die Hate Speech verbreiten und löschen Sie den betreffenden Beitrag.
  • Distanz: Beenden Sie konsequent die Kommunikation, wenn die Gegenrede ohne Erfolg bleibt.
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