04.01.2019 - 19:00 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Datenskandal: Lieber mal langsam im schnellen Internet

Es ist unangenehm, wenn die eigene Wohnadresse, Handynummer, Chatverläufe kopiert und ins Internet gestellt werden. Doch für Datensicherheit muss jeder selbst sorgen. Ein Kommentar von Elisabeth Saller.

Eine Frau bedient die Smartphone-App des Onlinehändlers Amazon.
von Elisabeth Saller Kontakt Profil
Kommentar

Es ist ein unangenehmes Gefühl. Handynummern, Privatadressen, Fotos von Personalausweisen tauchen im Internet für jedermann zu sehen auf. Beim Daten-Leak sind Politiker, Musiker und Journalisten betroffen. Wer will, kann nun an der Tür klingeln oder am Handy. Doch ein Datenklau kann jedem passieren. Dabei sind die Sicherheitsvorkehrungen, die verhindern können, dass einem das geschieht, gar nicht so kompliziert. Das Problem: Heutzutage muss es immer schnell gehen - auch im Netz.

Überall hinterlässt man beim Surfen im Internet Daten: Der Betreiber einer Seite kann herausfinden, in welcher Stadt der PC steht. Bestellt man etwas, gibt man Adresse und Kontodaten an. Auf Rechnung? Oft nicht möglich. Man hofft, dass die Shops für Datensicherheit sorgen, sicher weiß man es nicht. Man macht etwa im Chat mit seinen Freunden den Treffpunkt aus, tauscht Fotos aus, die nicht jeder sehen sollte, schickt nach dem Umzug die neue Adresse. Alles ganz unkompliziert. Aber andere können mitlesen.

Dabei wäre es besser, sich manchmal etwas Zeit zu nehmen und zu überlegen, ob man immer alle Daten im Netz angibt, weil es bequem ist. Mit den Freunden könnte man sich etwa über einen Messenger unterhalten, der die Nachrichten verschlüsselt, oder das begehrte Stück, wenn möglich, statt im Internetshop in einem Geschäft vor Ort kaufen. Wer dann noch mit Bargeld bezahlt, hinterlässt fast keine Spur.

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