04.02.2020 - 17:43 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Deutsch-Spanisches SUV überzeugt

Eine PKW-Form setzt sich durch: SUVs sind beim deutschen Autofahrer beliebter denn je. Daran kann auch das oftmals irrational vorgetragene Bashing nichts ändern. Ein Spanier aus Wolfsburg liefert weitere Argumente pro SUV.

von Michael Ascherl Kontakt Profil

Bei uns im Test: Der Seat Tarraco mit 190 PS starkem Benzinmotor, Allradantrieb und 7-Gang-Automatik in der Xcellence-Ausstattung. Um es gleich vorwegzunehmen: Testverbrauch 8,3 Liter Super. Mit Diesel ging's noch sparsamer, aber der wird ja derzeit auch gemobt. In der fünfsitzigen Konfiguration (es gibt auf Wunsch auch eine dritte Sitzreihe für zwei weitere Mitfahrer) bietet der Tarraco Platz ohne Ende. Gerade die Fondpassagiere fühlen sich dank riesiger Beinfreiheit wie in einer Stretch-Limo.

SUVs sind die neuen Vans

Die Rückbank ist in der Länge auch noch verschiebbar, was die Beinfreiheit nochmals vergrößert oder das Gepäckabteil von sehr groß auf riesig stellt. Übersicht, Platz, praktischer Nutzen: Mittelklasse-SUV wie dieser haben die Familien-Vans vom Typ Sharan und Co. weitgehend abgelöst. Und so ganz nebenbei gesagt: Wo fängt SUV an, wo hört es auf? Beim VW T-Cross auf Polo-Basis, beim Audi Q5 oder beim Porsche Cayenne? Eine müßige Debatte.

Der Tarraco hat noch zwei Drillings-Geschwister: den Skoda Kodiaq und den VW Tiguan Allspace. Witzigerweise ist der Seat der einzige, der in Deutschland vom Band läuft, und zwar in Wolfsburg. Der lange Tiguan kommt aus Mexico, der Skoda aus Kvasiny in Tschechien.

Da gibt es an der Qualität also nichts zu mäkeln. Und auch in der Ausstattung nicht. Bringt der "Style" schon in der 30 000-Euro-Basis das Nötigste mit, so glänzt unser "Xcellence" mit so schönen Dingen wie zum Beispiel Voll-LED-Scheinwerfern, Drei-Zonen-Klimaautomatik, virtuellem Cockpit, Fahrprofilen, automatischer Heckklappe mit virtuellem Pedal, schlüssellosem Schließsystem und Anlasser, Rückfahrkamera, Einparkautomat, Abstandsradar bis 210 km/h, Spurhalter und Assistenzlicht. Und alles funktioniert tadellos.

Auch die Bedienung des Seat Tarraco lässt keine Fragen aufkommen. Schön, dass er noch ein klassisches Rädchen für die Lautstärkenregelung hat. Sonst ist alles, wie im Konzern üblich. Jeder VW-, Skoda- oder Audifahrer kennt sich auf Anhieb aus, der Rest ebenfalls.

Große Räder mit Nachteilen

Der 190-PS-Benziner verhilft dem großen Wagen zu ordentlichen Fahrleistungen, die er dank Allrad auch ohne Murren auf die Straße bringt. Die großen Räder poltern ein wenig herb über Unebenheiten, sehen aber schick aus. So wie der ganze Wagen sehr dynamisch designt ist und im Trio der Konzern-SUV locker mithalten kann. Der Testwagen trägt das Kennzeichen DARE, aus dem Englischen übersetzt: "Trau dich!" Beim Tarraco fällt das leicht.

Video vom Testwagen

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