16.12.2020 - 14:02 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Bayern tauschen weniger D-Mark um

In Kisten, Schubladen, Einmachgläsern und manchmal sogar dem sprichwörtlichen Sparstrumpf liegen noch Milliarden D-Mark. Im laufenden Jahr haben die Bayern sie aber sehr viel seltener als sonst in Euro umgetauscht.

Fast eineinhalb Jahrzehnte nach der Einführung des Euro werden im Norden immer noch große Mengen D-Mark zur Bank gebracht und eingetauscht.
von Agentur DPAProfil

Frankfurt/Main. Noch immer tauschen die Bayern jedes Jahr Millionen D-Mark in Euro um. 2020 waren es bisher aber deutlich weniger als vergangenes Jahr, wie aus aktuellen Zahlen der Bundesbank hervorgeht. Insgesamt gab es von Januar bis November 14 945 Tauschvorgänge in Bayern. Dabei wurden 9.962.504 Mark und 96 Pfennige in 5.093.747 Euro und 90 Cent getauscht. Im Vorjahreszeitraum waren es noch fast fünf Millionen Mark mehr.

Auch bundesweit ging der Umtausch von Mark in Euro in diesem Jahr deutlich zurück. Offensichtlich wurde die Umtauschmöglichkeit wegen der Corona-Pandemie im laufenden Jahr seltener genutzt.

12,4 Milliarden DM im Umlauf

Daran, dass die Bayern und Deutschen keine D-Mark-Bestände mehr haben, kann es jedenfalls kaum gelegen haben: Insgesamt geht die Bundesbank davon aus, dass noch 12,4 Milliarden Mark nicht umgetauscht sind. Immer wieder kommt es zu überraschenden Funden.

Die alten Scheine und Münzen können anders als in vielen anderen Euroländern bei der Bundesbank unbefristet umgetauscht werden. Der Wechselkurs ist unverändert: Einen Euro bekommt man für 1,95583 D-Mark.

Trotz Corona sind die Oberpfälzer noch zu viel unterwegs

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