10.09.2020 - 14:52 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Die besten Sprüche von Franz Beckenbauer

Franz Beckenbauer feiert 75. Geburtstag. Er ist nicht nur für seine Fußballkunst bekannt - auch seine Sprüche sind legendär.

ARCHIV - 27.04.2013, Bayern, München: Franz Beckenbauer lächelt vor dem Spiel FC Bayern München - SC Freiburg. Am Freitag, 11. September 2020 feiert der vielleicht größte deutsche Fußballer seinen Ehrentag im Familienkreis. (zu dpa «Nachdenklicher» Beckenbauer wird 75 - «Wann ist es so weit?») Foto: picture alliance / dpa +++ dpa-Bildfunk +++
von Agentur DPAProfil

Die Sprüche von Franz Beckenbauer sind legendär. Die Deutsche Presse-Agentur dokumentiert einige Aussagen aus dem Leben vom Fußball-"Kaiser", der am Freitag (11. September) 75 Jahre alt wird.

"Die Schweden sind keine Holländer, das hat man ganz genau gesehen."

"Ich bin immer noch am Überlegen, welche Sportart meine Mannschaft an diesem Abend ausgeübt hat. Fußball war's mit Sicherheit nicht."

"Damals hat die halbe Nation hinter dem Fernseher gestanden." (Über das WM-Finale 1990)

"Geht's raus und spielt's Fußball." (Taktische Anweisung als Trainer)

"Ja gut, am Ergebnis wird sich nicht mehr viel ändern, es sei denn, es schießt einer ein Tor."

"Ja gut, es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

"In einem Jahr hab ich mal 15 Monate durchgespielt."

"Er bläst zwar wie ein Blasengel, aber das ist normal." (Über den ehemaligen Bayern-Kapitän Stefan Effenberg)

"Das sind alles gute Fußballer. Nur: Sie können nicht Fußball spielen."

"Ich habe mal einen Stammbaum machen lassen: Die Wurzeln der Beckenbauers liegen in Franken. Das waren lustige Familien, alles uneheliche Kinder. Wir sind dabei geblieben."

"Das ist der Kunst der Ärzte zu verdanken. Zu meiner Zeit wäre wohl noch eine Amputation nötig gewesen." (Zur schnellen Genesung der Spieler Giovane Elber und Jens Jeremies vor einem Champions-League-Halbfinalspiel gegen Real Madrid)

"Es gab eine ganze Reihe von Spielen, die hätten nicht im Stadion stattfinden sollen, sondern auf dem Sandplatz nebenan." (Über das Niveau der WM 1998 in Frankreich)

"Lothar und ich hatten auch Meinungsverschiedenheiten. Ich hab mich immer durchgesetzt. Gott sei Dank, die Erfolge sprechen für sich." (Über die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Spieler Lothar Matthäus)

"Wissen Sie, wer mir am meisten leid tat? Der Ball." (Nach einem Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft)

"Ich finde es großartig, dass sich die Frauen immer mehr vermehren in der Bundesliga."

"Ich weiß gar nicht, ob ich die überhaupt alle kenne, die da heute spielen." (Über seinen FC Bayern, als der Mannschaft einmal neun Stammspieler gegen Dynamo Kiew fehlten)

"Ich freu mich auf das morgige Spiel, weil die Engländer nicht verteidigen können und die Portugiesen sowieso nicht." (Vor einem EM-Viertelfinale England-Portugal)

"Das Einzige, was sich in der ersten Hälfte bewegt hat, war der Wind."

"Ich hatte ein prima Leben damals in Amerika. Bis Günter Netzer kam und alles zerstörte." (Netzer holte Beckenbauer als Manager von Cosmos New York zum Hamburger SV)

"Der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser."

"Erfolg ist ein scheues Reh. Der Wind muss stimmen, die Witterung, die Sterne und der Mond."

"Das war ein bisschen wie Obergiesing gegen Untergiesing." (Über die Qualität eines Derbys zwischen dem FC Bayern und 1860)

"Die Frauen sind hübscher und beweglicher geworden, das sieht sehr gut aus." (Über Fortschritte bei der Frauen-Nationalmannschaft)

"Das Beste an der ersten Halbzeit war, dass Mario Basler nicht erfroren ist." (Halbzeit-Fazit eines Bayernspiels im Winter)

"Ein Mann, der aus 30 Metern eine Fliege von der Torlatte schießen kann, trifft aus elf Metern das Tor nicht." (Über David Beckhams Fehlschuss im Elfmeterschießen der EM 2004)

"Irgendeiner muss ja in dem Land was tun, wenn alle immer nur klagen, dass der Nachwuchs fehlt." (Zur anstehenden Geburt seines fünften Sprösslings)

"So darf in Zukunft nicht gespielt werden, sonst könnt Ihr euch einen anderen Beruf suchen. Wenn einer Nachhilfe braucht, stehe ich zur Verfügung." (Nach einer 0:3-Pleite der Bayern in Lyon, März 2001)

"Das war müder Rumpel-Fußball, der streckenweise in Misshandlung des Balles ausartete. Vielleicht war die Veranstaltung mit Deutschland ja auch nur die B-Europameisterschaft. Die A-Europameisterschaft läuft jetzt ohne uns. Und irgendwie hätten wir da eh nur gestört." (Über die Leistungen der deutschen Nationalmannschaft bei der EM 2000)

"Ich habe noch nie eine große Rede gehalten. Ich habe immer nur gesagt, was mir gerade eingefallen ist."

"Ich bin nur ein Mensch und kein Zauberer. Wenn Sie den suchen, dann müssen Sie in den Zirkus gehen."

"Ich habe gerade Sofies Welt gelesen, diesen dicken philosophischen Schinken. Sokrates, Aristoteles, Platon und diese Leute haben sich vor 2000 Jahren Gedanken gemacht, da sind wir noch auf den Bäumen gesessen und haben uns vor den Wildschweinen gefürchtet. Seither haben sich nur ganz wenige weiterentwickelt."

"Das ist gefühlt schon 200 Jahre her, aber ich kann mich noch ganz gut erinnern." (Über seine Anfangszeit beim FC Bayern)

"Ich habe erst einmal auf das Datum geschaut. Ich habe gedacht, das ist ein Aprilscherz. Vielleicht hat sich da jemand einen Spaß

erlaubt." (Über seine provisorische 90-Tage-Sperre durch den Weltverband FIFA aus dem Sommer 2014)

"Früher musste ich mir Auszeichnungen und Pokale erkämpfen. Ab einem bestimmten Alter brauchst du nichts mehr dafür tun." (Nach der Ernennung zum DFB-Ehrenmitglied)

"Ich lebe noch, das ist mal das Entscheidende." (Franz Beckenbauer im Sommer 2018 auf die Frage, wie viel Kraft ihn die Rückschläge nach der WM 2006 gekostet haben)

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