02.09.2021 - 17:39 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Meinung zum Bahnstreik: Wo ist Andreas Scheuer?

Im Bahnstreik ist die Situation eskaliert. Das liegt sowohl an der Bahn als auch an GDL-Chef Claus Weselsky. Jetzt müsste eigentlich Verkehrsminister Andreas Scheuer eingreifen. Ein Kommentar von Julian Trager.

Warten auf die Bahn: Die dritte Streikwelle der Lokführergewerkschaft GDL ist am Donnerstag angelaufen.
von Julian Trager Kontakt Profil
Kommentar

Vorne weg gleich mal eine Entschuldigung, aber das schlechte Wortspiel muss sein. Die Situation zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft GDL ist ja vor allem eins: festgefahren. Richtig verhandelt wurde schon lange nicht mehr, dafür sind die beiden Parteien viel zu stur. GDL-Boss Claus Weselsky, der Ober-Sturkopf, ein Mann, der nach immer mehr Macht strebt. Für seine Gewerkschaft, für sich selbst. Die Bahn, die am Mittwochabend ein eher heuchlerisches Angebot macht, nachdem der Streik im Güterverkehr bereits längst begonnen hatte.

Am Ende leiden unter dem Streit natürlich wieder die normalen Bürger, vor allem die vielen Pendler, die Tag für Tag auf eine funktionierende Bahn angewiesen sind. So schafft man die Verkehrswende jedenfalls nicht, so schafft man es nicht, die Menschen dazu bewegen, den Zug statt das Auto zu nehmen.

Wie cool wäre es, wenn es in diesem Land einen Verkehrsminister geben würde, der sich für eine Schlichtung des Konflikts einsetzt, der eingreift? Das wäre doch bahnbrechend, oder in diesem Fall: auch der Bahn helfend. Von Andreas Scheuer hört und sieht man hierzu nichts. Bei ihm ist der – sorry, einmal muss es noch sein – Zug aber wohl schon abgefahren.

Fragen und Antworten zum Bahnstreik

Deutschland und die Welt
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.