Deutschland und die Welt
22.04.2022 - 14:22 Uhr

Neu auf DVD, Blu-Ray und als Buch: Tipps fürs Heimkino: Singende Tiere, Spider-Man und ein Dieb

Spider-Man, der sich durch New York schwingt, eine Fortsetzung, ein Klassiker, ein Pixar-Film, ein Schwarz-Weiß-Streifen und ein Buch. Bei den Empfehlungen fürs Heimkino ist für jeden Geschmack was dabei.

"Belfast"

"Belfast" galt als einer der Oscar-Favoriten für den besten Film. Dazu hat's nicht gereicht. Bei sieben Nominierungen konnte der Film tatsächlich nur eine Statue einheimsen (Bestes Originaldrehbuch). Die autobiografische Geschichte von Kenneth Branagh ist aber in jedem Fall sehenswert. Manchmal wirkt der Film etwas fragmentarisch, wohl weil hier die Kindheitserinnerungen des Regisseurs verarbeitet werden. Wer sich von den Schwarz-Weiß-Bildern aber nicht abschrecken lässt, bekommt einen 98-Minüter voller Menschlichkeit und Wärme serviert. Und das, obwohl der Film von den sozialen Unruhen im Nordirland der 1960er Jahre handelt.

"Spider-Man: No Way Home"

Zum dritten Mal schlüpft Tom Holland für "Spider-Man: No Way Home" ins Spinnen-Kostüm. Dabei ist seine Identität enthüllt (zum ersten mal in der Filmgeschichte). Doctor Strange soll helfen – und tut das auch. Mit einem Zauber dreht er an der Realität, setzt dabei mächtige Schurken frei. Kurzum: Einmal mehr ein Superhelden-Blockbuster, der liefert, was er verspricht. Krachende Action, tolle Bilder. Vor allem alle Spider-Man-Fans, die schon die Teile mit Tobey Maguire und Andrew Garfield gesehen haben, kommen auf ihre Kosten. Ohne zu spoilern: Es wird nostalgisch, dem Multiversum sei dank.

"Sing 2"

"Sing" war eine klassischer Animationsfilm fürs Herz, der 2016 ins Kino kam. Einspielergebnis damals: Satte 635 Millionen US-Dollar, bei einem Produktionsbudget von einem Bruchteil. Klar, dass es da eine Fortsetzung geben musste. "Sing – Die Show deines Lebens" ändert die Rezeptur nicht großartig, funktioniert deshalb auch wieder. Sicher ist der zweite Teil von "Sing" nicht so tiefgehend wie mancher Pixar-Film. Aber in jedem Fall unterhaltsam. Wieder mit dabei Koala Buster Moon, Schweinemutter Rosita, Rocker-Stachelschwein Ash, Groilla Johnny und viele mehr.

"Der Dieb von Bagdad"

Ein Märchenfilm, wie er bis dahin noch nie im Kino zu sehen war. "Der Dieb von Bagdad" begeisterte im Jahr 1940 Kritiker und Publikum. Wegen der damals noch ungewohnten Farbenpracht und wohl auch, weil der Fantasy-Stoff und die Geschichte nur zu gut vom Grauen des Zweiten Weltkriegs ablenkte. Im Film geht es um den jungen König Ahmad, der fast unbegrenzte Macht besitzt, aber durch eine Falle ins Gefängnis kommt. Nur der kleine Dieb Abu kann dem König helfen, dass er aus dem Gefängnis entkommt und den Kampf gegen den betrügerischen Großwesir aufzunehmen kann. Vor 82 Jahren gab's Oscars für die beste Kamera, die beste Ausstattung und die besten Spezialeffekte. Für alle, die in die Filmhistorie eintauchen wollen.

"Rot"

Es ist kein "Oben", kein "Toy Story" und schon gar kein "Ratatouille". Der neue Pixar-Film "Rot" reicht nicht an die Meisterwerke der Animationsschmiede heran. Dafür sind die Vorgänger einfach zu stark. Ohnehin schafft es Pixar in den vergangen Jahren nicht mehr, die Qualität durchgehend so hoch zu halten, wie das bis 2015 der Fall war. Bis dahin fiel nur "Die Monster Uni" von 2013 ab. Die "Cars"-Teile sind eine Sache für sich, weil sie nicht für Erwachsene und Kinder ausgelegt waren, sondern nur für letztere. Seit sieben Jahren reicht die Spanne von, für Pixar-Verhältnisse, miesen Filmen ("Arlo und Spot") bis hin zu großartigen und gewohnt herzerwärmenden Streifen ("Die Unglaublichen 2", "Soul"). "Rot", der die Geschichte der 13-jährigen Mei Lee erzählt, die sich in einen riesigen roten Panda verwandelt, wenn sie sich aufregt, ist wohl irgendwo dazwischen anzusiedeln.

Filmjahr 2021/2022

Alle Jahre wieder. Schüren hat das Buch "Filmjahr 2021/2021 – Lexikon des internationalen Films" (544 Seiten, 28 Euro) veröffentlicht. Der Band enthält 1500 kurze Besprechungen. 150 "herausragende und sehenswerte Filme" werden ausführlich kritisiert, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Hinzu kommen eine Chronik und etliche Artikel. Sie behandeln etwa Themen wie "Der beste Mann der Welt: James Bond" oder Kinder des Extrems: Das junge französische Genrekino". Auch Porträts ("Ein Werkporträt des kanadischen Filmemachers Denis Villeneuve", "Eine Annäherung an den Schauspieler Matt Damon") und Interviews (unter anderem mit Thomas Vinterberg und Franz Rogowski) finden sich in dem Buch wieder.

 
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