05.06.2018 - 17:12 Uhr
Dießfurt bei PressathOberpfalz

Baden am Freizeitsee bleibt erlaubt

Der Sommer kann kommen - oder besser gesagt bleiben. Ein Badeverbot für den Freizeitsee Dießfurt gibt es nämlich vorerst nicht.

Das Areal des Dießfurter Freizeitsees darf nach wie vor zum Baden betreten werden.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

(spi) Rudolf Zwicknagl ist erleichtert. Noch vor ein paar Wochen brodelte es aber gewaltig in ihm. Denn das Areal um den Dießfurter Freizeitsee strotzte nur so vor achtlos weggeworfenem Müll (siehe onetz.de/1845994). Nach einigen Gesprächen mit Behörden und dem Appell an die Vernunft der Badegäste gibt es nun jedoch gute Nachrichten vonseiten der Bayerischen Staatsforsten zu vermelden.

Das Müllproblem ist zwar noch nicht ganz behoben, hat sich aber in den vergangenen Wochen deutlich verbessert, teilt Zwicknagl, Betriebsleiter des zuständigen Forstbetriebs Schnaittenbach, am Dienstag mit. Seit den Gesprächen mit Landrat Andreas Meier, der deutschen Polizei und der amerikanischen MP, die nun beide verstärkt kontrollieren, und der Drohung eines Badeverbots mussten Zwicknagls Mitarbeiter viel weniger Abfall einsammeln. Deshalb wollen die Staatsforsten noch einmal ein Auge zudrücken und die Zufahrten doch nicht zuschütten, wie angedroht. „Die Leute haben anscheinend a bisserl was kapiert“, freut sich Zwicknagl, „deshalb bleibt es erst mal so.“

Der 46-Jährige ist merklich erleichtert und froh über das Umdenken der Badegäste. Er wolle sich auch bei allen bedanken, die ihren Müll selbst wieder mitnehmen. „Es ist ja nicht schwer, das daheim wegzuschmeißen.“ Er hofft, dass sich die Situation weiter bessert und die Bürger in Ruhe baden können. „Es ist ja ein schöner Weiher“, sagt er. Die Wasserqualität „ist tiptop“. Das habe eine Kontrolle des Gesundheitsamts Weiden kürzlich ergeben. Und das solle auch so bleiben.

Die Bayerischen Staatsforsten sind auch deshalb erleichtert, dass das Thema erst einmal vom Tisch ist, weil sie derzeit durch den trockenen Sommer extrem mit dem Borkenkäfer zu kämpfen haben, auch im Hessenreuther Wald. „Da brauche ich jeden Mann. Jeder, der sich mit Müll beschäftigen muss, ist da kontraproduktiv“, erklärt Zwicknagl.

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