25.03.2020 - 11:04 Uhr
Dießfurt bei PressathOberpfalz

Feuerwehrhaus Dießfurt: Spatenstich in Krisenzeiten

Die Planungen zum Neubau des Feuerwehrhauses in Dießfurt ziehen sich mittlerweile schon Jahre hin. Nun sollte der erste offizielle Spatenstich erfolgen. Der musste allerdings wegen des Coronavirus abgesagt werden.

Auch ohne offiziellen Spatenstich geht es endlich voran beim Bau des neuen Feuerwehrhauses in Dießfurt.
von Autor WHWProfil

Vorsitzender Hermann Lorenz und Kommandant Konrad Helgert planten eine Feier mit geladenen Gästen der Stadt, der Planungsbüros, der Feuerwehrlandkreisführung sowie weiteren Ehrengästen und der Dießfurter Bevölkerung. Der Spatenstich mit anschließendem Fest auf Einladung der Feuerwehr zum Baubeginn am 17. März fiel allerdings dem Coronavirus zum Opfer. Doch selbst vom Virus getrennt: In der Sache geeint stehen aktive Wehr und Feuerwehrverein in Dießfurt fest zusammen. Der Neubau in diesen Krisenzeiten ist als Signal für die gemeinsame Zukunft in Dießfurt. Zusammengeschweißt durch den Dienst am nächsten soll das neue Feuerwehrhaus entstehen. Denn selbst in der Zeit, in die Coronakrise die Welt stillstehen lässt, leisten die freiwilligen Einsatzkräfte nicht nur bei den Feuerwehren zuverlässig ihren Dienst, erklärte die Führungsriege der Feuerwehr Dießfurt.

Am 24. Januar 2014 stellte die Wehr bei der Stadt Pressath den Antrag auf Um- und Erweiterungsbau des bestehenden Gebäudes. Das aktuelle Gerätehaus, das 1985 eingeweiht wurde, entspricht nicht mehr den Vorschriften, die sich nach den Bestimmungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) für Feuerwehren ergeben. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass ein Anbau an das bestehende Gebäude nicht in Frage kommt. Nach drei Jahren gefühlten Stillstandes waren die Verantwortlichen der Wehr Anfang 2017 ziemlich frustriert. Bei einem weiteren Ortstermin im Herbst 2017 mit Gebietsreferentin Regina Harrer von der Regierung der Oberpfalz erhielt man die lange erwartete Nachricht, dass das Projekt im Ortskern von Dießfurt in das Programm zur Städtebauförderung aufgenommen wird. Somit lag es an den Verantwortlichen der Stadt, die weiteren Schritte in die Wege zu leiten. Es dauerte auch nicht lange und das Grundstück, das für den Neubau des Gerätehauses gegenüber dem bestehenden Gebäude in Frage kommt, ging in den Besitz der Stadt über. Es folgte wiederum ein Jahr des Wartens für die Floriansjünger, bevor das darauf stehende Gebäude abgerissen wurde.

Weitere zähe Verhandlungen mit der Regierung der Oberpfalz über die Gestaltung der Fassade und der Außenanlagen zögerten den Beginn der Bauarbeiten bis Anfang 2020 weiter hinaus. Endlich, sechs lange Jahre nach dem Antrag der Wehr, begannen durch die Firma Hermann Paul aus Weiden die Bauarbeiten für die neue Heimat der Wehr. Zuerst müssen noch weitere Abbrucharbeiten vorgenommen werden. Bei den vielen Besprechungen über den Neubau mit den Vertretern der Stadt, des Architekturbüros oder ausführenden Gewerken konnten fast alle Ideen und Wünsche der Wehr in den Neubau aufgenommen werden. Die Kosten veranschlagte das Architekturbüro Schultes mit 880.000 Euro . Neben den Fahrzeugstellplätzen werden im Erdgeschoss die Umkleideräume (38 Quadratmeter), behindertengerechte Sanitärräume sowie ein Büro (17 Quadratmeter) untergebracht. Im Obergeschoss soll ein Schulungsraum (46 Quadratmeter), eine Teeküche sowie Lagerräume entstehen. Auch an den Nachwuchs wurde gedacht. Für die Jugendlichen wird ein Jugendraum (30 Quadratmeter) im Obergeschoss eingerichtet. Auch in dieser momentan schwierigen Phase wünschen sich die Verantwortlichen, dass die Bauarbeiten zügig weitergeführt werden können, und hoffen auf die Fertigstellung und Einweihung im Jahr 2021.

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