29.07.2019 - 12:18 Uhr
Dießfurt bei PressathOberpfalz

Fischer ärgern sich über Müll

Der Dießfurter Freizeitsee fiel schon oft auf – vor allem negativ. Immer wieder sorgte dort hinterlassener Unrat für Ärger. Nun sollen neue Fischereiaufseher ein Auge darauf haben.

An den Dießfurter Seen haben sich aus der ganzen Oberpfalz Hobbyfischer an einem Gewässerwarte-Lehrgang beteiligt und sich zu Fischereiaufsehern ausbilden lassen. Sie übernehmen einen wichtigen Part in den Vereinen.
von Elisabeth DobmayerProfil

Insgesamt 20 Teilnehmer aus verschiedenen Fischereivereinen der Oberpfalz nahmen erfolgreich am dreitägigen Gewässerwarte-Lehrgang des Fischereiverbandes Oberpfalz e.V. teil. Gemeinsam mit der Fachberatung für Fischerei, dem Tiergesundheitsdienst und Wasserwirtschaftsamt Weiden lernten die Teilnehmer viel über Fischkrankheiten, das Verhalten bei Fischsterben und über die nachhaltige Bewirtschaftung von Fließ- und Standgewässern.

Die Theorie wandten die Kursteilnehmer in Praxisblöcken auch gleich an, wie zum Beispiel bei einer Elektrobefischung zur Bestandsaufnahme. Diese fand diesmal an einem der Verbandsgewässer statt: der Dießfurter Freizeitsee. Dabei stellte sich heraus, dass die fischereiliche Bewirtschaftung des Verbandes Wirkung zeigt und sich die Seen kontinuierlich entwickeln.

Immer wieder machte der Dießfurter Freizeitsee in der Vergangenheit negative Schlagzeilen – vor allem deshalb, weil Besucher und Badegäste offenbar trotz aller Aufklärungsversuche nicht dazu bereit sind, ihren Unrat wieder mitzunehmen. Die Menge ist so groß, dass die Fischereiaufseher um Aufseher-Obmann Bernhard Würf im Sommer jeden zweiten Tag dort Müll aufsammeln könnten. Allerdings gehört das nicht zu ihren Aufgaben. „Unsere Fischereiaufseher sind nicht die Müllabfuhr an unseren Gewässern“, betont Hans Holler, Verbandspräsident des Fischereiverbands Oberpfalz. Ein weiteres Problem: Immer wieder werden an den Freizeitseen trotz Trockenheit und Verbot Feuer geschürt.

Die Ausbildung neuer ehrenamtlicher Gewässerwarte, die sich nach dem Lehrgang um bestimmte Gewässer kümmern, ist ein guter Anlass für einen Appell an Bürger und Badegäste. „Tun Sie Ihrer Umwelt und unseren ehrenamtlichen Helfern einen Gefallen und nehmen Sie Ihren Müll wieder mit nach Hause", betonte Holler. So sinnvoll Aufräum-Aktionen wie „Rama dama“ auch seien – sie wären nicht notwendig, wenn sich jeder um den eigenen Abfall kümmern würde.

Der Fischereiverband Oberpfalz vertritt 19.000 Angler, Berufsfischer, Teichwirte, Fischzüchter und Gewässerbewirtschafter und setzt sich für die Förderung der Fischerei im Interesse der allgemeinen Öffentlichkeit sowie im Dienste seiner Mitglieder ein. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.fischereiverband-oberpfalz.de.

Info:

Aufgaben eines Fischereiaufsehers

Fischereiaufseher sind in ihrer Funktion Amtsträger und werden vom jeweiligen Landratsamt für einen bestimmten Zuständigkeitsbereich bestätigt. Die Aufseher überwachen nach Artikel 72 des Bayerischen Fischereigesetzes die Vorschriften, die dem Schutz der Gewässer, der Fischbestände und der Fischerei dienen, stellen etwaige Vergehen fest, verhüten und unterbinden diese und wirken an deren Verfolgung mit. Dabei geht es regelmäßig um Gewässerverunreinigungen, Gefährdungen schutzbedürftiger Gebiete, aber auch um Fischwilderei. (dob)

Immer wieder machte der Dießfurter Freizeitsee in der Vergangenheit negative Schlagzeilen – vor allem deshalb, weil Besucher und Badegäste trotz aller Aufklärungsversuche nicht dazu bereit sind, ihren Müll wieder mitzunehmen.

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