24.06.2019 - 11:48 Uhr
Dießfurt bei PressathOberpfalz

Neue Fahrer für Feuerwehr

Für viele Verbände, Organisationen und Feuerwehren treten seit der Neuregelung der Führerscheinklassen Probleme auf. Die Dießfurter Wehr kämpft dagegen an.

Die Dießfurter Feuerwehr hat neue Fahrzeuglenker. Die Mitglieder (von links) Florian Helgert, Lukas Lorenz und Janina Ficker (Prüflinge) stellen sich Prüfer Jürgen Haider und Ausbilder Konrad Helgert zu einem Foto auf.
von Autor WHWProfil

Drei Mitglieder der Wehr legten den Feuerwehrführerschein ab. Viele Kameraden besitzen keine gültige Fahrerlaubnis für Fahrzeuge, die zur Ausübung der Tätigkeiten benötigt werden. Grund dafür ist eine Gewichtsbeschränkung, die für die Einsatzfahrzeuge gilt. Dazu zählt auch das der Dießfurter Floriansjünger, das ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,88 Tonnen hat.

Mit Janina Ficker, Florian Helgert und Lukas Lorenz durchliefen gleich drei engagierte Nachwuchskräfte diese Ausbildung. In den geforderten vier „Fahrstunden“, die dazu nötig sind, absolvierten sie Übungen zur Fahrzeugbeherrschung. Ebenso übten die Teilnehmer das Einparken, Rangieren und Einschätzen des Platzbedarfs eines solchen Fahrzeuges.

Als Prüfer fungierte Kreisbrandmeister Jürgen Haider aus Pressath. Jeder der Prüflinge musste in einer einstündigen Fahrt beweisen, dass sie das Fahrzeug beherrschen und in der Lage sind, damit zu fahren. Haider konnte allen nur Lob aussprechen. Man erkenne, dass die drei sich mit dem Fahrzeug vertraut gemacht und viel geübt hätten. Bei Kommandant Konrad Helgert bedankte sich Kreisbrandmeister Haider für die Ausbildung. Es wurde viel Freizeit für die Ausbildung sowie die Prüfung geopfert, jedoch hat es sich gelohnt.

Mit der Fahrerlaubnis dürfen nur Einsatzfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von bis zu 4,75 Tonnen geführt werden: zu Einsatz-, Übungs- und Ausbildungszwecken sowie für Fahrten zur Sicherung der Einsatzbereitschaft. Fahrten, die nichts mit diesen Aufgaben zu haben, sind nicht erlaubt. Privat- und Vereinsfahrten sind ebenfalls untersagt.

Wer diesen Führerschein ablegen will, muss Mitglied einer Feuerwehr sein und eine Fahrerlaubnis der Klasse B seit mindestens zwei Jahren besitzen. Diese Voraussetzungen muss auch der Ausbilder – also auch Kommandant Konrad Helgert – erfüllen. So muss ein Ausbilder seit mindestens. fünf Jahren im Besitz der Führerscheinklasse C1. Zum Zeitpunkt der Ausbildung darf er zudem nicht mehr als drei Punkten im Verkehrszentralregister haben.

Info:

Gesetzliche Regelung

Der Deutsche Bundestag hat mit dem „Fünften Gesetz zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes“ vom 17. Juli 2009 die Voraussetzung für eine Sonderfahrberechtigung für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren, der nach Landesrecht anerkannten Rettungsdienste sowie der technischen Hilfsdienste geschaffen, um die Einsatzfähigkeit zu erhalten. Die Länder wurden ermächtigt, die nähere Ausgestaltung hinsichtlich einer Sonderfahrberechtigung zum Führen von Einsatzfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse von 3,5 Tonnen bis 4,75 Tonnen vorzunehmen. (whw)

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