Der Bürgermeisterin war es ein Anliegen, dem Jubilar die Anerkennung für seinen immensen und vielseitigen Einsatz auszusprechen. „Arbeit war für mich nie ein Fremdwort, und stetes Lernen auch nicht“. Nach diesem Grundsatz hat Ehrenbürger Johann Köppl sein Leben gestaltet. Anlässlich seines 70. Geburtstages, zu dem Anita Forster namens der Gemeinde mit einem Gutschein gratulierte, hielt der Jubilar Rückschau auf sein Leben, das von viel Glück, Ehrgeiz, großem Engagement und dauerhafter Wissensaneignung geprägt ist.
In Pottenhof in einer Landwirtschaft aufgewachsen, besuchte Köppl die Volksschule Dieterskirchen und begann 1964 bei der damals im Ort angesiedelten Firma Jna-Moden Leisering aus Berlin zu arbeiten. Später erlernte er Maurer in Neunburg, und nach der Wehrpflicht blieb er beruflich bei der Bundeswehr in Oberviechtach. 1984 wurde Johann Köppl in den Gemeinderat gewählt – 30 Jahre hatte er hier Sitz und Stimme, davon 12 Jahre als Dritter und 18 Jahre als Zweiter Bürgermeister. Darüberhinaus war der Jubilar Mitglied in Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat. Selbstverständlich war es für ihn, sich am Vereinsleben der Gemeinde aktiv zu beteiligen.
Als Gästeführer kennt sich Köppl mit der Geschichte des Bacchuskellers, der Kirche sowie seiner gesamten Heimat bestens aus und gibt dieses Wissen gerne weiter. Die Pflege des Obstlehrpfades ist ebenso sein Aufgabengebiet wie die Betreuung des Wanderweges, der über das Katharinental und Prackendorf führt. Die Astronomie ist sein großes Hobby. Unter seinem Vorsitz wurden die „Sternenfreunde“ gegründet, zusammen mit Heio Steffens, dem Vorsitzenden der Dr.-Heio-und-Brita-Steffens-Stiftung, wurde der Bau der Volkssternwarte verwirklicht, die zu einem Aushängeschild für die Region geworden ist.
Ein weiteres Anliegen ist dem Ehrenbürger, die im Jahr 2003 begonnene Gemeindepartnerschaft mit Neufmanil in den französischen Ardennen. 30 Begegnungen mit mehr als 100 Bürgern beider Gemeinden hat es bis heute gegeben, Freundschaften sind entstanden. So „ganz nebenbei“ hat sich Johann Köppl die französische Sprache über Kassetten und Bücher angeeignet, um als Dolmetscher den Kontakt zu den Freunden im Nachbarland pflegen zu können. Kenntnisse hat er auch in der russischen Sprache.
Für seine umfassenden, wertvollen Dienste wurde er im Jahr 2012 von der damaligen Regierungspräsidentin Brigitta Brunner mit der Urkunde für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung ausgezeichnet. Im Januar 2015 wurde er auf Beschluss des Gemeinderats zum Ehrenbürger ernannt. Johann Köppls großer Rückhalt bei diesen vielen Aufgaben war immer seine Familie mit Ehefrau Monika, den zwei Töchtern und vier Enkeln. Zu seinem 70. Geburtstag hat er einen Rat für die junge Generation parat: „Nutzt die Möglichkeiten wie Mobilität, Medien, Kommunikationsmittel und Freizeit, die in so vielfacher Weise angeboten werden, und macht etwas Gewinnbringendes daraus.“














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