29.04.2019 - 16:14 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Feuerwehr Dieterskirchen erhält Anschluss an Datenautobahn

Ein Plus für die Einsatzbereitschaft erhofft sich der Gemeinderat von einem Internetanschluss im Feuerwehrhaus in Dieterskirchen. Der Wunsch nach einer eigenständigen Schulleitung ist Anlass für einen Brief an den Kultusminister.

Das Feuerwehrhaus in Dieterskirchen wird mit Internetanschluss und Faxgerät ausgestattet. „Eine sinnvolle Investition“, wie Bürgermeister Hans Graßl es in der Sitzung des Gemeinderates ausdrückte.
von Udo WeißProfil

Ist ein Internetanschluss im Feuerwehrhaus notwendig? Diese Frage diskutierten die Gemeinderäte bei der Sitzung im Gemeindezentrum. Der von der Feuerwehr Dieterskirchen bereits 2017 gestellte Antrag für einen Internetanschluss und die Einrichtung eines Alarmfaxes stand nun erneut zur Diskussion. Für gute Feuerwehrarbeit, zum Beispiel für Übungszwecke, sei dies immer mehr von Bedeutung. Wegen des Datenschutzes sei es rechtlich auch nicht einwandfrei, wenn die Einsatzberichte am privaten Computer des Kommandanten abschließend bearbeitet werden.

Ein Alarmfax könne sicherstellen, dass bei einer Alarmierung zeitgleich ein Fax der Integrierten Leitstelle Amberg mit wichtigen Informationen zum Einsatz für den Kommandant übersandt wird. Bürgermeister Johann Graßl sah es als eine sinnvolle Investition an, welche die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr verbessere. Der Internetanschluss mit einer monatlichen Grundgebühr von 35 Euro wurde genehmigt. Einmalige Kosten für Router und Fax-Gerät liegen bei je etwa 150 Euro.

Ein weiterer Antrag der örtlichen Feuerwehr bezog sich auf die Einführung einer Entschädigung für die ehrenamtlichen Jugendwarte. Die Räte würdigten das hohe ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleistenden vom Kommandanten bis zum Gerätewart und besonders auch der Jugendwarte, die ja für den Nachwuchs verantwortlich sind. Rückwirkend zum 1. Januar 2019 wurde eine Entschädigung für den ersten Jugendwart von 100 Euro pro Jahr und für den zweiten Jugendwart von 50 Euro für die gemeindlichen Feuerwehren beschlossen. Voraussetzung ist, dass es eine aktive Jugendgruppe gibt und ein jährlicher Bericht über die geleistete Jugendarbeit eingereicht wird.

Als Nachbarkommune des Marktes Schwarzhofen wird die Gemeinde Dieterskirchen vor dem Flurbereinigungs- und Dorferneuerungsverfahren Denglarn angehört. Das vorgesehene Verfahrensgebiet überschreitet die Gemeindegrenzen: Südlich der Gemeindeverbindungsstraße (GVS) Bach–Denglarn sind am Waldrand Wegebaumaßnahmen geplant. Nördlich dieser GVS musste die Verfahrensgrenze in das Gemeindegebiet Dieterskirchen verschoben werden, um klare Abgrenzungen zu schaffen. Dem stimmte das Gremium geschlossen zu. Um in Prackendorf den geplanten Kinderspielplatz bauen zu können, ist eine Stützmauer nötig. Der Auftrag für die benötigten Legobetonsteine zum Preis von 8593 Euro soll an die Firma Ederer (Waldmünchen) vergeben werden.

Die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2018 wurde zur Kenntnis genommen und festgestellt. Hinterfragt wurde die Kostenbeteiligung an der Schlussrechnung des Ärztekonzepts für die Integrierte Ländliche Entwicklung Schwarzach-Regen. „Wir haben gegenwärtig kein konkretes eigenes Projekt. Wir beteiligen uns an der Stärkung des Medizinstandorts Neunburg“, hob Bürgermeister Graßl hervor. Die Entlastung nahm der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Richard Brunner, vor.

Abschließend informierte Graßl das Gremium, dass er einen Brief an Kultusminister Michael Piazolo schicken wird, mit der Bitte um eine eigenständige Leitung für die Grundschule Dieterskirchen. Ohne Schulleitung vor Ort werde die Schule nicht als eigenständige Einrichtung wahrgenommen. Er begründe das Anliegen auch mit der "vielgepriesenen Stärkung des ländlichen Raums". Außerdem findet Ende Mai eine Aktion statt, um den Mehrgenerationenplatz vorzustellen. Die Schulkinder würden bereits Übungen einstudieren, mit den Senioren solle Michael Albang ein Programm zusammenstellen.

Der für diese Sitzung geplante Bauantrag eines Einfamilienwohnhauses in Dieterskirchen nicht behandelt werden, da er zu spät eingereicht wurde. Bürgermeister Graßl wies darauf hin, dass Anträge bis spätestens am Montag der Woche, in der die Sitzung anberaumt ist, bei der Verwaltungsgemeinschaft einzureichen sind. Schnell abgehandelt war der Punkt „Neuerlass einer Satzung über die Erhebung von Erschließungsbeiträgen“, die den Räten vorab zugesandt wurde. Da sich seit 1. April 2016 die Rechtsgrundlage geändert hat, wurde die bisherige Satzung neu erlassen. Sie tritt am 1. Juni 2019 in Kraft und bildet die Grundlage für die Beitragserhebung.

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