14.07.2019 - 12:33 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Friedhofgebühren müssen steigen

Grab – und Leichenhausgebühren ist der wichtigste Punkt der Gemeinderatssitzung.

Dieterskirchen hat einen Vorzeigefriedhof, dessen Kosten auf Anmahnung der überörtlichen Rechnungsprüfung angehoben werden müssen.
von Udo WeißProfil

"Das Sterben wird teurer", stellte Bürgermeister Johann Graßl angesichts der deutlich gestiegenen Grab- und Leichenhausgebühren bei der Gemeinderatssitzung fest. Die Anhebung der Beiträge ergab sich aufgrund einer Kalkulation, die nach der Anmahnung durch die überörtliche Rechnungsprüfung notwendig geworden war. "Friedhof und Leichenhaus gehören zu den Einrichtungen der Gemeinde, deren Kosten durch Benutzungsgebühren gedeckt werden müssen", erklärte der Bürgermeister.

Nachdem sich etwa 25 Jahre lang im Hinblick auf Gebühren nichts verändert hat, "trifft es uns jetzt massiv". Die Kalkulation umfasst den Zeitraum vom 1. August 2019 bis 31. Dezember 2020. Der Kalkulationszeitraum darf den Zeitraum von vier Jahren nicht überschreiten, deshalb hält es die Verwaltung für sinnvoll, die Verlängerung von Grabnutzungsrechten auf fünf Jahre zu begrenzen, damit eine zeitnahe Anpassung der Gebühren erfolgen kann. In nächster Zeit werden auch Unterhaltsmaßnahmen am Leichenhaus erforderlich. Eine neue Friedhofs- und Bestattungssatzung, die in einigen Punkten zu überarbeiten war, nachdem die hoheitliche Bestattungsleistung an das Bestattungsunternehmen Fischer, Prackendorf vergeben worden war, wurde von den Gemeinderäten einstimmig angenommen, ebenso die Kalkulation.

Die Mitglieder der ILE Schwarzach-Regen, zu denen auch die Gemeinde Dieterskirchen zählt, hat per Beschluss einen Manager eingestellt. Zur Aufteilung der Kosten, die sich die Kommunen teilen, wurde eine Zweckvereinbarung abgeschlossen, die von den Räten einstimmig angenommen wurde. Das Amt für Ländliche Entwicklung trägt maximal 70 Prozent der Gesamtkosten, die Landkreise Cham und Schwandorf fördern die Maßnahme mit jeweils 5000 Euro pro Jahr. Auf die Gemeinde Dieterskirchen kommen voraussichtlich Kosten von 1024 Euro pro Jahr.

Schnell erledigt war der Punkt "Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Oberviechtach", der die Flächen des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Solarpark Oberviechtach" betrifft. Negative Auswirkungen auf das Gemeindegebiet sind nicht zu erwarten, weswegen der Gemeinderat mit einer Gegenstimme keine Einwände erhob. Dem Bauantrag auf Sanierung des bestehenden Bauernhauses, Abbruch und Neubau von Garagen in Ödgartenhof wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt, allerdings nur für eine ausschließlich private Nutzung. Auch den Abbruch eines statisch alleinstehenden Gebäudes mit Ersatzbau eines Kälberstalls in Weislitz segneten die Räte ab. Für den Brandschutz hat die Antragstellerin zu sorgen, da die öffentliche Wasserleitung dafür nicht geeignet ist. Zum Bauantrag für ein Einfamilienwohnhaus im Bereich "Horneckfeld" stimmten die Gemeinderäte den Abweichungen vom Bebauungsplan (Kniestock 2,39 Meter, Dachneigung 18 Grad) zu. Graßl informierte das Gremium, dass aufgrund einer Bedarfsabfrage des Kindergartens, der bisher an zwei Tagen bis 15 Uhr geöffnet war, nun an vier Tagen von Montag bis Donnerstag bis 15 Uhr geöffnet wird. Zwei der Erzieherinnen werden dafür um jeweils zwei zusätzliche Stunden mehr beschäftigt.

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