21.02.2021 - 14:17 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Gemeinderat Dieterskirchen: Zahlreiche Nebengebäude in Planung

Bauanträge bestimmten im Wesentlichen die Gemeinderatssitzung im Rathaus Dieterskirchen. Immer leicht ist die Entscheidung nicht, aber die Anträge zeigen, dass viele im Ort wohnen bleiben wollen.

Das Betreuungsangebot mit den dafür erforderlichen Räumlichkeiten an der Grundschule wird gegenwärtig ausgearbeitet. Im September können die bis jetzt angemeldeten 16 Kinder auch nach dem Unterricht an der Grundschule pädagogisch betreut werden.
von Elfriede WeißProfil

Angela und Markus Ach wollen auf ihrem Grundstück am Horneckfeld einen Carport errichten. Das klingt einfacher als es ist, denn das Vorhaben entspricht nicht dem, was im Bebauungsplan festgesetzt wurde. Sie haben eine isolierte Befreiung beantragt. Die Hanglage erfordert, dass der Carport an die Straße gerückt wird, da ansonsten eine extrem hohe Wand an der Grundstücksgrenze entstehen würde.

Der Gemeinderat hat dafür grünes Licht gegeben. Ebenfalls positiv beschieden hat das Gremium die Bauvoranfrage auf Neubau eines Doppelhauses in Dieterskirchen. Das Interessante daran: Christine Schuller plant diese Maßnahme in einem Wohngebiet innerhalb des Bebauungsplans Dieterskirchen-West. Dort entspricht es nicht den Festsetzungen, den dort sind in der Regel keine Doppelhäuser vorgesehen. Allerdings würde mit der Bebauung dieser Parzelle eine der letzten Baulücken im Bereich der Roigerstraße geschlossen. Eine Sache, die den Gemeinderäten zu gefallen schien. Hinzukommt: Das Bauvorhaben würde sich ohnehin gut in die großzügige Bauweise der Häuser in diesem Baugebiet, dessen Bebauungsplan in den 70er Jahren festgesetzt wurde, einfügen. Eine Sondervereinbarung durch den Grundstücksbesitzer mit dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Nord-Ost-Gruppe hinsichtlich der Abwasserentsorgung (zweiter separater Abwasseranschluss) und mit der Gemeinde bezüglich eines weiteren Grundstücksanschlusses müssen noch geregelt werden. Auch wenn der Gemeinderat bereits zugestimmt hat, liegt das letzte Wort bei der unteren Baubehörde.

Hobby- und Abstellraum

Bernhard Krammer in Dieterskirchen hat ebenfalls Pläne, die im Gremium besprochen wurden. Er möchte ein bestehendes Nebengebäude in eine Dreifachgarage mit Hobbywerkstatt und Abstellraum umbauen. Die Zufahrt ist gesichert, Wasserversorgung ist nicht nötig. Allerdings braucht es erst einen Entwässerungsplan, damit abschließend die Abwassersituation der Dachflächen beurteilt werden kann. Was er konkret plant, ist fFolgendes: drei Garagen mit einer Fläche von 56 Quadratmetern, an die sich eine überdachte Freifläche von 18,51 Quadratmetern anschließt, sowie eine beheizte Hobbywerkstatt von 47 und ein Vor- und Abstellraum mit sieben und fünfzehn Quadratmetern. Die Gemeinderäte segneten die geplanten Umbaumaßnahmen einstimmig ab.

Keine Privilegierung für Scheune

Dass es nicht immer ganz so einfach ist, zeigte ein anderer Fall. Georg Bergschneider reichte eine Bauvoranfrage auf einen Ersatzbau einer Maschinenscheune mit Holzlege ein. Am südlichen Ortsrand soll demnach eine Maschinenscheune durch eine neue mit wesentlich größerer Grundfläche ersetzt werden. Da das Vorhaben im Außenbereich liegt und keine Privilegierung vorliegt, müsste es nach Aussagen von Verwaltungsgeschäftsleiter Jürgen Steinbauer eigentlich abgelehnt werden. Die Entscheidung liege aber schließlich bei der unteren Baubehörde.

Die Gemeinderäte Thomas Köppl und Andreas Eckl befürworteten die Baumaßnahme, da die Maschinen heute eben größer seien als noch vor einigen Jahren. Erhard Fischer hob zudem positiv hervor, dass der Antragssteller den direkten Weg geht und nicht einfach "was aufstellt". Wie es weitergeht, dürfte die Zukunft zeigen.

Ein Dorfkind aus Dieterskirchen in der weiten Welt

Dieterskirchen

Weitere Informationen

Bürgermeisterin Anita Forster gab auerßdem folgende Beschlüsse aus der vergangenen nichtöffentlichen Sitzung bekannt: Die Bürgermeisterin wird bevollmächtigt, bei der ILE-Schwarzach-Regen Förderanträge im Rahmen des Regionalbudgets zur Sanierung des Kriegerdenkmals und zum Bau eines Unterstellhäuschens am Schul- und Kindergartengelände einzureichen. Die Brückenüberprüfung hat ergeben, dass die Brücken Silbermühle, Stegen und Bruckmühle in dieser Reihenfolge saniert werden sollen. Im Punkt "Informationen" vermeldete die Bürgermeisterin, dass das Betreuungsangebot an der Schule aufgebaut werde. Sechzehn Anmeldungen liegen vor, die Räume an der Schule werden eingerichtet, so dass das Angebot im kommenden Schuljahr stehen wird. Der Flyer "Smartes Gesundheitsnetzwerk Schwarzach-Regen" wurde verteilt. Die Bürgermeisterin stellte Handlungsansätze vor.

Rege Bautätigkeit gibt es nicht nur im Baugebiet "am Horneckfeld". Bauanträge für Nebengebäude und Carports zeigen, dass sich die Bürger wohlfühlen und in der Gemeinde leben wollen.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.