03.05.2020 - 10:25 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Hans Graßl übergibt gut aufgestellte Gemeinde

In der letzten Sitzung der Legislaturperiode schlägt im Gemeinderat Dieterskirchen die Abschiedsstunde für Bürgermeister Hans Graßl. Nach 24 Jahre Amtszeit würdigt Stellvertreter Richard Brunner die vielfältigen Verdienste.

Mit einer verdienten Laudatio verabschiedete Zweiter Bürgermeister Richard Brunner (links) Johann Graßl nach 24 Jahren aus dem Bürgermeisteramt. Als Dankeschön überreichte Brunner Handtücher und Gutschein für einen Wellness-Aufenthalt.
von Udo WeißProfil

Bei der Sitzung wurde auch Bürgermeister Johann Graßl nach 30 Jahren im Gemeinderat, davon 24 Jahre als Bürgermeister, verabschiedet. „Dein Abschied fällt uns nicht leicht, weil du mit Freude und Leidenschaft Bürgermeister warst“, hob Zweiter Bürgermeister Richard Brunner hervor und rief erfolgreiche Projekte und Maßnahmen in Erinnerung. Als „Megaprojekt zu Beginn der Amtszeit“ bezeichnete er die Wasserversorgung. Die Maßnahme sei sehr umstritten gewesen, mittlerweile jedoch gut gelöst. Auch umfangreiche Flurbereinigungs- und Dorferneuerungsverfahren mussten bewältigt werden.

Bildung habe für Graßl stets Priorität gehabt, führte Brunner aus. Kindergarten und Schule habe er mit Weitblick gefördert, selbst die Erweiterung des Kindergartens mit Kinderkrippe wurde vom scheidenden Gemeindeoberhaupt noch zu Ende gebracht. In der Amtszeit des Bürgermeisters sei auch die aktive Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Neufmanil entstanden. Mit persönlichem Einsatz habe Graßl diese Verbindung mit aufgebaut und sie lebendig gehalten. Als „Glücksfall“, der einem „Sechser im Lotto“ gleich kam, bezeichnete Brunner das Projekt „Volkssternwarte“, das dank Heio Steffens und seiner Stiftung verwirklicht werden konnte.

„Ein gutes ehrenamtliches Fundament war dir immer wichtig, die 30 Vereine und Gruppierungen bereichern die Lebensqualität unserer Gemeinde sehr“, betonte der stellvertretende Bürgermeister. Dass Dieterskirchen eine der familienfreundlichsten Gemeinden sei, liege nicht zuletzt an den Baugebieten, die für die Weiterentwicklung der Kommune stünden. „Deine Amtszeit war geprägt von großen Investitionsmaßnahmen, die immer eine Herausforderung darstellten“, resümierte Richard Brunner. Hans Graßl habe stets ein Gespür dafür gehabt, "die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu machen".

Als „angesehener Bürgermeister“ habe Graßl viel bewegt. Die Bürger hätten ihm stets vertraut und auch viel zugetraut. „Mit Freude und Stolz kannst du auf 24 erfolgreiche Jahre zurückblicken und nun eine gut aufgestellte Gemeinde übergeben“, schloss Brunner seine Laudatio. Im Namen des Gemeinderats, der Mitarbeiter und aller Bürger sagte er „Vergelt's Gott für alles“ und überreichte einen Gutschein an den Noch-Bürgermeister.

„Was wir erreicht haben, das haben wir alle zusammen geschafft“, merkte Hans Graßl an. An die Vertreterin der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg übergab Graßl ein Präsent als Dank für die gute Zusammenarbeit. Anita Forster, seiner Nachfolgerin auf dem Chefsessel der Gemeinde, erhielt von Graßl den Amtstaler, den die Bürgermeisterin künftig bei besonderen Gelegenheiten tragen kann.

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