Dieterskirchen
18.12.2023 - 15:13 Uhr

Kleine Gemeinde, viele Talente: Applaus für das Adventskonzert in Dieterskirchen

Dieterskirchen hat gerade einmal 1000 Einwohner, aber darunter jede Menge Musiker. Wie sonst könnte es sein, dass gleich sechs Instrumentalgruppen und Chöre das Adventskonzert in der Pfarrkirche Sankt Ulrich bestreiten.

Den Auftakt beim Adventskonzert in Dieterskirchen machte am späten Nachmittag die Blaskapelle Dieterskirchen mit „Tochter Zion“. Da scharrten die ersten Besucher in der proppenvollen Kirche schon mit den Hufen. Sie konnten kaum erwarten, dass es losgeht. Schließlich muss, wer beim Adventskonzert nicht stehen will, früh genug da sein.

Anton Ebenschwanger vom Schnupferclub Dieterskirchen freute sich bei der Begrüßung über „endlich wieder eine volle Kirche“. Die musikalische Leitung oblag Jürgen Lößl, der nicht nur die Blaskapelle dirigierte, sondern auch ein Ensemble aus Nachwuchs- und Jungmusikern. Souverän wagten sie sich unter seiner Regie an richtig anspruchsvolle Stücke. Doch die Probenarbeit hatte sich gelohnt. Und bei „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ glänzten nicht nur die Augen der Kinder.

Wer jetzt noch nicht in Weihnachtsstimmung war, dem half der Kinderchor. Die Musiker gaben „Winterkinder“ mit ihren feinen Stimmchen zum Besten. Und ernteten dafür großen Applaus. Einzig, dass sich unter den jungen „Damen“ kein einziger junger Sänger fand, betrübte Erwin Wutz ein wenig. Er wünschte sich auch Nachwuchs, merkte er launig an, bevor er zusammen mit seinen Chorkollegen von den Dieterskirchener Sängern insgesamt zwei Instrumentalstücke und zwei Lieder zum Besten gab. Darunter eine Komposition von Andreas Bauriedl „An der Ascha“.

Zwischendurch las Christa Bergschneider eine Weihnachtsgeschichte vor und Pfarrer Markus Urban als Hausherr sprach auch ein paar Worte zum Advent, der „die Sehnsucht aufs Wesentliche lenkt“.

Dann traten die beiden Chöre „Ganz & Gar“ und die „Ü 20“ desselbigen auf. Sie zeigten ebenfalls, was für stimmgewaltige Talente sie in den eigenen Reihen haben. Julia Graf, die Leitung des großen Chors, intonierte mit ihrer Gruppe „Wo immer“ und „Christmas Time“. Die Ü20-Mädels ließen ihre Stimmen zu „Carol of the Bells“ und „Adiemus“ erklingen. Da konnte man zum Schluss eine Stecknadel fallen hören, bevor Applaus aufbrandete.

Einen fetzigen Höhepunkt setzte Jürgen Lößl mit der Blaskapelle bei Feliz Navidad. Und zwar so, wie man es selten hört. Eben mit „Hua“-Schrei und launiger Posaune. Wären die Bänke nicht so voll gewesen, hätten die Besucher noch mehr mit den Hüften gewackelt.

Bürgermeisterin Anita Forster sprach den Zuhörern aus der Seele, als sie sich zum Schluss über die Vielfalt der Darbietungen freute. Nach dem gemeinsamen Schlusslied strömten alle auf den Vorplatz und ließen sich dort vom Musikverein und dem Schnupferclub noch weihnachtlich bewirten. Die Waffeleisen glühten.

 
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