Dieterskirchen
06.04.2026 - 16:09 Uhr

Papagei als Mordzeuge begeistert in neuer Komödie des Theaters Dieterskirchen

Das neue Stück "Der Papageien-Mord" des Theatervereins Dieterskirchen behandelt auf höchst amüsante Weise einen Mord. Am Osterwochenende feierte es Premiere im Pfarrheim. Auf der Bühne: Jede Menge Vögel und ein Papagei.

Was, wenn der einzige Zeuge in einem Mordfall der Papagei ist? Und was, wenn der dann auch noch verschwindet? Eine Antwort auf diese und weitere Fragen liefert der Theaterverein Dieterskirchen bei seiner Vorpremiere am Samstagnachmittag. Schon da ist das Haus rappelvoll. Für seine weiteren Aufführungen gibt es nur noch vereinzelt Restkarten.

Immerhin ist ein Mord nicht das einzige Malheur, das die Pension „Zum fröhlichen Papageien“ erschüttert. Seltsame Gäste gehen da ein und aus. Die allesamt so skurril sind, wie die Pensionswirtin Luise Lauscher selbst. Als schließlich die bekannte Schauspielerin Camille Gaultier-Mognet in der Pension im wahrsten Wortsinn „absteigt“, steht das ganze Haus Kopf. Die Dame hat alles außer Talent, Geld und ein anschließendes Engagement – dafür jede Menge Feinde. Und so kommt es schließlich zum Tyranninnenmord.

Plötzlich liegt da eine Leiche

Der Moment, in dem die vielen Kinder in der Vorpremiere ein bisschen zusammenzucken. Viel Geschrei und Lärm hinter dem roten Samt, dann Vorhang auf – und zack! Da liegt eine Leiche. Doch der Schockmoment währt nur kurz. Immerhin ist die Komödie zwar schwarz und die Tote, nunja, tot, aber die Truppe und allen voran der Papagei ziehen die Zuschauer von Anfang an in ihren Bann und retten über jede Länge hinweg.

Moritz Popelka in der Rolle des gefiederten Dorle knabbert Nüsse, rollt mit den Augen, schnarcht fiepend im Schlaf oder krächzt die Dialoge nach. Er ist die Komik-Konstante in dem Dreiteiler – um so schmerzlicher fehlt er im dritten Akt. Dunkel gähnt der leere Käfig auf der Bühne. Man fühlt mit seiner todtraurigen Pensionsbesitzerin geradezu mit. Dagegen nimmt sich der Gewaltakt an der tyrannischen Schauspielerin fast wie ein Unfall aus. Immerhin hatte die gute Dame so viele Feinde, dass es den Kommissar geradezu wundert, „dass es hier nur einen Mord gegeben hat“.

"Dit kann ja heiter werden!"

Man darf dem „Quoten-Preißn“ in dem Stück unumwunden zustimmen, wenn er ob der verfahrenen Situation losberlinert: „Dit kann ja heiter werden!“ Stimmt. Sehr heiter! Eine ganz klare Empfehlung.

Weitere Aufführungen gibt es noch am Freitag, 10. April; Samstag, 11. April; Sonntag, 12. April; Freitag, 17. April und am Samstag, 18. April, jeweils um 19.30 Uhr im Pfarrheim Dieterskirchen. Karten an der Abendkasse oder unter Telefon 0160-97684416.

Info:

Die Rollen und ihre Besetzung:

  • Pensionswirtin Luise Lauscher: Katrin Scheitinger
  • Papagei Dorle: Moritz Popelka
  • Zimmermädchen Hannah: Maria Scheitinger
  • Kunstmaler Rüdiger Glücklos: Günter Schmidt
  • Versicherungsmakler Manfred Hasenfuß: Andreas Rückerl
  • dessen Ehefrau Erika Hasenfuß: Barbara Eichinger
  • Berliner Geschäftsmann Reiner Caspari: Max Lindner
  • Schauspielerin Camille Gaultier-Mognet: Elisabeth Unokesan
  • Manager Maurice: Johannes Brunner
  • Kommissar Rudel: Albert Hutzler
  • Souffleusen: Barbara Köppl, Gabi Böckl
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