17.06.2020 - 16:55 Uhr
DieterskirchenOberpfalz

Vierbeinige Landschaftspfleger rund um Dieterskirchen

Der Naturpark Oberpfälzer Wald und die Gemeinde Dieterskirchen setzen auf vierbeinige Rasenmäher. Eine Herde von 100 Milchschafen hält verschiedene Wiesenflächen kurz.

Thomas Müller (Mitte) erläutert Bürgermeisterin Anita Forster (links) und Markus Kurz vom Verein Naturpark Oberpfälzer Wald (rechts) die Beweidung mit seinen Schafen.
von Externer BeitragProfil

Rund um Dieterskirchen und Pottenhof war in den vergangenen Wochen eine besondere Form der Landschaftspflege zu beobachten: Eine Herde von etwa 100 Milchschafen war auf verschiedenen Wiesenbereichen unterwegs. „Erfreulicherweise gibt es in unserem Gemeindegebiet noch eine Vielzahl von Biotopen“, erklärt Bürgermeisterin Anita Forster. Einige dieser Flächen seien auch im Eigentum der Gemeinde.

Teilweise wurden diese Flächen in früheren Jahren immer wieder durch Landwirte über den Verein Naturpark Oberpfälzer Wald gepflegt, das heißt oftmals aufwendig mit Maschinen, aber auch händisch gemäht und das Mähgut abtransportiert. Um diese Bereiche dauerhaft offen zu halten, gehen die Gemeinde Dieterskirchen und der Naturparkverein einen neuen Weg: In Zusammenarbeit mit dem Schäfer Thomas Müller aus der Nähe von Tännesberg wurden die offenen Flächen beweidet. Als Versuch habe man auf Vermittlung des Naturparkvereins auch eine Fläche am Ortsrand von Dieterskirchen ins Auge gefasst. „Auch weitere Biotopflächen bei Pottenhof wurden bereits von den Schafen abgefressen“, ergänzt Markus Kurz vom Naturparkverein.

Thomas Müller, der seit etwa zwölf Jahren als Schäfer tätig ist, beweidet im Naturpark Oberpfälzer Wald auch Flächen bei Trausnitz, Gleiritsch und Prackendorf. „Sehr gerne sind wir der Anfrage des Naturparkvereins nachgekommen und gehen mit unseren Schafen auf die gemeindlichen Biotopflächen“, erklärt Müller. Vor Ort machten sich Forster und Kurz mit ihm ein Bild von den vierbeinigen Landschaftspflegern und waren sehr angetan von deren bisheriger Leistung.

„Wir werden uns nach Abschluss aller Arbeiten zusammensetzen und das weitere Vorgehen besprechen. Ich denke, dass sich hier vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung dieser und weiterer gemeindeeigener Flächen ergeben werden“, zeigte sich Bürgermeisterin Forster aufgeschlossen.

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