09.09.2019 - 10:34 Uhr
Döllnitz bei LeuchtenbergOberpfalz

Christbäume im Sommer

Der letzte Ferienprogramm-Beitrag fand bei den Christbäumen statt, schließlich ist in drei Monaten Weihnachten. Die Junge Union (JU) und die CSU Leuchtenberg hatte mit JU-Vorsitzenden Johannes Kammerer dazu eingeladen.

Die Buben und Mädchen staunten, dass aus diesen kleinen Pflänzchen große Christbäume werden.
von Sieglinde SchärtlProfil

Im Christbaumhof Kammerer trafen sich nahezu 40 Kinder, um zu erfahren wie aus einem Pflänzchen ein großer Baum wird. Besitzer Bernhard Kammerer führte in zwei Gruppen die Mädchen und Buben durch die acht Hektar große Christbaumanlage. Bereits vor dem Pflanzen der kleinen Bäumchen wird der Boden durch humusbildende Frucht, wie Senf oder Raps vorbereitet. Sehr viele Kleinstlebewesen helfen bei der Bodenbeschaffenheit. Die Kultur ist ein wichtiger Lebensraum für Insekten. Die verschiedenen Schädlinge werden von den Insekten und Vögeln verzehrt und die Ameisen fühlen sich wohl, da der Boden sehr lange nicht mit Maschinen bearbeitet wird.

Über 250 Vogelnester werden in den Bäumen von den verschiedensten Vogelarten gebaut. Auch die Bienen finden hier genug Nahrung und so sind acht Bienenvölker angesiedelt. Sehr aufmerksam verfolgten die Kleinen die Naturkundestunde in dem riesigen Arial. Das die Christbäume nicht nur im Dezember viel Arbeit benötigen, sondern das ganze Jahr, zeigte Kammerer an den Bäumen. Für einen Hektar Fläche werden 500 bis 550 Arbeitsstunden im Jahr notwendig. Kammerer zeigte die Schnittarbeiten am Baum und hier geht es um das Korrigieren bei doppelten Spitzen. Im Frühjahr müssen die frischen Triebe gekürzt werden, damit der Baum nicht zu breit wird und einst ein schöner Christbaum wird.

Die „Top-Stopp-Zange“, von einem Dänen entwickelt, die Kammerer vorführte, versucht dass Wachstum zu bremsen, damit die Abstände zwischen den Astkränzen nicht zu groß werden. Nach soviel Erfahrungen und Staunen und bereits Aussuchen des Christbaumes wurden die Kleinen am angrenzenden Weiher mit Essen und Trinken versorgt. Am Lagerfeuer konnten alle ihre Würste am Stock braten. Ingrid Kammerer kümmerte sich um die Besucher, die nicht nur aus der Marktgemeinde sondern auch aus Schwarzberg, Landkreis Schwandorf und sogar aus Berlin war ein Knabe dabei, der zur Zeit Urlaub in Döllnitz macht.

Bernhard Kammerer zeigte wo die Top-Stopp-Zange (in der Hand) aufgesteckt wird.
JU-Vorsitzender Johannes Kammerer (hinten im grünen T-Shirt) passte auf, dass jeder seine Stockwurst grillen konnte.

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