Donald Trump scheint unverwundbar zu sein, nichts kann ihn stoppen: Als Präsidentschaftskandidat forderte er seine Anhänger zu Gewalt gegen seine Kritiker auf. Als Präsident beleidigte er seine Gegner, zum Teil rassistisch, log laut "Washington Post" mehr als 13.000 Mal öffentlich, behinderte die Justiz und missachtete das Gesetz - weil er glaubt, über ihm zu stehen, was er auch so sagt.
Und jetzt: Amtsmissbrauch zum persönlichen Vorteil. Das bestätigt Zeuge um Zeuge in den Amtsenthebungs-Anhörungen. Es ist der bisherige Höhepunkt seiner "Trump first"-Kampagne. Denn, das zeigt die Ukraine-Affäre deutlich, der US-Präsident macht Politik nicht im Interesse seines Landes, sondern vor allem für sich selbst. Und trotzdem wird Trump wohl auch diese Krise politisch überleben. Wieder einmal.
Warum? Weil die Republikaner vor ihm kuschen. Die Anti-Trump-Stimmung in der Partei während der Vorwahlen 2016 - als der frühere Immobilienhändler ausgelacht und heftig attackiert wurde - ist längst vergessen. Die traditionsreiche Partei hat sich zur Trump-Partei entwickelt. Die gemäßigten Republikaner haben resigniert oder schweigen. Die anderen haben sich angepasst: Devin Nunes, der ranghöchste Republikaner im Geheimdienstausschuss, ist sogar ein Mini-Trump geworden. Die Ermittlung sei eine "sorgfältig koordinierte Schmutzkampagne" von Medien und Demokraten, sagt er.
Solange sich die Republikaner, besonders die gemäßigten, nicht gegen Trump stellen, wird dieser unverwundbar bleiben - und vermutlich vier weitere Jahre US-Präsident. Wer wirklich das Beste für sein Land möchte, sollte sich das gut überlegen.













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