"Anneliese Bauer hat uns als tiefgläubige Frau gezeigt, dass es nicht viel braucht, um glücklich zu sein": Das betonte Pfarrvikar Prince Kalarimuryil beim Requiem für die 91-Jährige am Freitag in der Pfarrkirche Kaltenbrunn. Der Geistliche sagte dort: "Dankbar und zufrieden zu sein mit dem, was das Leben gibt, und auch in schwierigen Zeiten den Mut nicht zu verlieren: Diese vorbildliche Einstellung dürfen wir von ihr mitnehmen.“
Zahlreiche Trauergäste, auch aus Mantel und Dürnast, gaben der mit 91 verstorbenen Anneliese Bauer das letzte Geleit. Ulrike Rauch sang das Bonhoeffer-Lied und Michael Bertelshofer ließ die Orgel zum „Ave Maria“ von Charles Gounod erklingen. Auf Anneliese Bauers Lebensgeschichte blickte Tochter Carmen zurück. 1935 in Mantel geboren, wuchs Anneliese Bauer als Tochter von Elise und Georg Freller mit ihren beiden Schwestern Irmgard und Marianne auf.
Nach der Schulzeit arbeitete sie bis 1953 in der Metzgerei Örtl und unterstützte den elterlichen, landwirtschaftlichen Hofbetrieb. Danach war sie sieben Jahre im Feinkostversand in Schwabach tätig. Nach Rückkehr 1960 arbeitete sie in der Reinigung Negnal.
Aus der 1961 geschlossenen Ehe mit Franz Bauer gingen die Kinder Georg, Cornelia, Margot und Carmen hervor. „Ihren Aufgaben als Hausfrau widmete sie sich mit großer Hingabe und Bravour. Trotz der Herausforderungen des Alltags hatte sie stets ein offenes Ohr für die Wünsche, Sorgen und Anliegen ihrer Lieben. Besonders viel Freude bereiteten ihr die Gartenarbeit und der Umgang mit ihren Haustieren“, sagte Tochter Carmen.
Trotz des schweren Verlustes, des unerwarteten Todes ihres Ehemanns 1983, bewahrte sich Anneliese Bauer Frohsinn und Lebensfreude. Kraft und Halt fand sie vor allem in ihren Kindern. Ab 1994 freute sie sich über die Entwicklung ihrer sechs Enkel, für die sie regelmäßig nach Augsburg, Amberg und Erlangen reiste. Mit ihrer humorvollen, stets direkten Art und mit ihrem herzlichen Lachen sorgte sie auch bei der Kaffeerunde in Weiden und den Seniorennachmittagen in Kaltenbrunn für schöne und heitere Momente. Dank der liebevollen Unterstützung ihres Sohnes konnte sie bis zuletzt in ihrem vertrauten Zuhause bleiben. „Ihr Gottvertrauen, ihre Genügsamkeit und Zufriedenheit waren Vorbild und Rückhalt“, sagte Tochter Carmen.



















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