Die Gemeinde Fensterbach in Zahlen

Zur Bürgerversammlung hatte Bürgermeister Christian Ziegler ein umfangreiches Zahlenwerk über das letzte Jahr und die vergangene Wahlperiode zusammen getragen. Er musste sich aber auch einigen kritischen Fragen stellen.

Bürgermeister Christian Ziegler gab den Zuhörern einen Überblick über die Entwicklung innerhalb der Gemeinde Fensterbach.
von Heinrich Niebauer (NIB)Profil

Bei der Bürgerversammlung der Gemeinde Fensterbach im Sportheim Dürnsricht erschienen zahlreiche Leute, um dem Bürgermeister Christian Ziegler zuzuhören. Neben dem Rückblick auf das vergangene Jahr nutzte er die Gelegenheit, um auf die Entwicklung der Gemeinde in der letzten Legisaturperiode zurückzublicken.

Die Bevölkerung in Fensterbach habe sich im letzten Jahr um vier auf 2375 Einwohner erhöht. Damit stellte sich die Gemeinde erfolgreich gegen die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung. Das seniorenpolitische Konzept der Gemeinde müsse sofort umgesetzt werden, um der allgemeinen Entwicklung entgegenzuwirken. Die Tendenz in den einzelnen Ortschaften sei aber unterschiedlich. Während Dürnsricht ein Plus von 15 Einwohnern verzeichnet, ist die Zahl der Einwohner in Högling um 7 Einwohner zurückgegangen. Die übrigen Orte verzeichneten geringe Zu- und Abgänge. Der Gemeinderat kam zehn Mal zu Sitzungen zusammen. Der Bauausschuss tagte acht Mal. Dazu kamen zwei Gemeindebesichtigungen. Sowohl der Bauausschuss als auch der Gemeinderat fassten 50 Beschlüsse.

Die Steuerkraft stieg zwischen 2014 und 2019 von 799 auf 1161 Euro. Auch die Pro-Kopf-Verschuldung entwickelte sich positiv. Sie sank im gleichen Zeitraum von 998 auf 514 Euro.

Zahlreiche Ersatzbeschaffungen dominierten die Ausgaben. So wurde das alte Feuerwehrauto der Feuerwehr Wolfring durch ein Neues ersetzt. Ein Traktor und das Fahrzeug für den Klärwärter mussten ebenfalls nach jahrzehntelangem Gebrauch ersetzt werden. Ein weiterer größerer Posten ist mit 125 000 Euro die Erstellung des Kanalkatasters, das über die nächsten Jahre erstellt werden muss. Der Bebauungsplan Dürnsricht Mitte konnte umgesetzt werden. Wasser, Kanal und Glasfaser wurden bis ans Haus verlegt. Auch Gasanschluss ist möglich. Die erschlossenen Bauplätze waren, soweit sie im Eigentum der Gemeinde standen, in kürzester Zeit verkauft. Der Regenwasserkanal in der Schulstraße über den Wehrweg in den Mühlweg wird gebaut und Ziegler rechnet im Mai 2020 mit der Fertigstellung.

Die Neuausweisung von Bauplätzen ist begrenzt, so die Information, die Ziegler und der geschäftsführende Beamte Peter Fleißner aus dem Landratsamt mitbrachten. Baulücken in der Gemeinde gebe es viele. So sind in Högling 34, in Wolfring 22 und in Dürnsricht 66 Bauplätze zwar ausgewiesen, aber in privater Hand. Hier hofft Ziegler, dass der ein oder andere Eigentümer den Platz bebaut oder verkauft.

Xaver Kemptner stellte die Frage, ob sich der Gemeinderat mit der Anschaffung des "Sebald Areals" in Dürnsricht beschäftigt hat. "Hier hat die Gemeinde eine gute Chance verpasst", lautete seine Meinung. Ziegler verwies darauf, dass er neben den Anschaffungskosten mit weiteren Aufwendungen rechne bevor die Gemeinde das Gelände für ihre Zwecke nutzen kann. Er sehe das Risiko als zu hoch an. Weiter wurde angemerkt, dass bei der Erschließung des Solarparks auf dem Wolfringer Berg Flurschäden entstanden seien, die bisher nicht behoben wurden und auch die Anlieger nicht rechtzeitig informiert worden seien. Für die nächsten Tage seien Gespräche mit der Bauleitung vereinbart, versicherte Ziegler. Die Familienbeauftragte Inge Schrott gab verschiedene Anregungen weiter, die ihr anvertraut wurden. Unter anderem sollten die Kinderspielplätze auch mit Spielgeräten für Kleinkinder ausgestattet und mit einem Sonnenschutz versehen werden. Die Bushaltestellen sollten wie in der Nachbargemeinde erneuert werden.

Ein Teil des Abends gehörte dem Miteinander der Generationen. Dazu zählt die neu ins Leben gerufene Nachbarschaftshilfe aber auch das "Baxi". Ursula Kass pries vor allem das "Baxi" als Möglichkeit an, für den Preis einer Busfahrt verschiedene Ziele im Landkreis Schwandorf zu erreichen. Sie bat, dem Projekt eine Chance zu geben und informierte darüber, dass die Nachfrage auch das Angebot steuern werde. Ziegler warb um Wahlhelfer für die Kommunalwahlen am 15. März 2020. Alle interessierten Personen können sich unter der Telefonnummer 09438/ 901 113 melden.

Ursula Kass informierte über das Projekt Baxi und die neu ins Leben gerufene Nachbarschaftshilfe.
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