KAB-Spitze in Dürnsricht wechselt problemlos

Diözesansekretär Markus Nickl referiert bei der Jahreshauptversammlung der KAB Dürnsricht-Wolfring zum Thema Pflege. An der Spitze des katholischen Verbandes gibt es einen Wechsel.

KAB die geehrten Mitglieder
von Richard AltmannProfil

Im Albertus-Magnus-Saal gab Sprecherin Margarete Dietl bekannt, dass sie und Marianne Stähl aus der Führung ausscheiden werden. Bis zur regulären Wahl übernehmen Johann Weigert und Andrea Bauer die Positionen. Für den Jahresrückblick übergab sie anschließend an Marianne Strähl. Diese berichtete, der Verein habe 135 Mitglieder. Es fand ein Treffen mit der Eltern-Kind-Gruppe statt. Der Yoga-Kurs wurde abgehalten. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde übernahm die KAB die Bewirtung der Gäste.

Der Basar der Eltern-Kind-Gruppe wurde von der KAB unterstützt. In Vorbereitung auf das Osterfest wurden Palmbuschen gebunden. Am Dorffest 900 Jahre Wolfring beteiligte sich die KAB ebenso wie am Kinderferienprogramm, der Fronleichnamsprozession und weiteren kirchlichen Festen. Zum Arbeitnehmertag auf den Annaberg in Sulzbach-Rosenberg wurde aus Fensterbach eine Abordnung geschickt. Marianne Strähl bedankte sich am Schluss ihres Rückblicks bei allen, die wieder bei Aktionen mitgeholfen haben.

Zwei Eltern-Kind-Gruppen

Für die Eltern-Kind-Gruppe berichtete Christina Gradl. Diese teilt sich zurzeit in zwei Gruppen zu je 15 Müttern auf. Es gab wieder viele Aktionen, unter anderem eine Faschingsfeier und ein Laternenzug an St. Martin. Es wurden zwei Basare für Babykleidung und -zubehör abgehalten. Bürgermeister Christian Ziegler nannte den katholischen Verband einen großen Wohlfühlfaktor in der Gemeinde. Ein Neujahrsempfang ohne die KAB wäre schwer vorstellbar. Er zeigte sich auch sehr beeindruckt von der akkuraten Organisation der Basare.

Pfarrer Michael Hoch dankte der KAB für deren Engagement in der Pfarrgemeinde. Er zeigte sich sehr beeindruckt, wie der Führungswechsel bewältigt wurde. Wo eine Lücke entstehe, werde diese wieder durch engagierte Mitglieder gefüllt. Die KAB habe sich verschrieben, wieder christliche Werte einzubringen. Sie vertrete die gläubigen Arbeitnehmer.

Der Vortrag von Diözesansekretär Markus Nickl beschäftigte sich mit dem Thema Pflege. Er stand unter dem Titel "Kinder haften für ihre Eltern", vom Unterhalt für die Eltern bis hin zum psychologischen Dilemma. Wenn die Pflegekosten die Mittel der Eltern übersteigen, werde auf das Vermögen der Kinder zurückgegriffen. Die Zahl der Sozialhilfeempfänger steige ständig an. Dabei lebten zwei Drittel der Leistungsempfänger in Einrichtungen, wie einem Wohn- oder Pflegeheim. Das andere Drittel wohne überwiegend im Einpersonen-Haushalt. Unterhaltspflichtig würden seit dem 1. Januar 2020 nur Kinder, die mehr als 100 000 Euro im Jahr verdienen.

Vorsorgefunktion des Staates

An Hand des Seniorenhauses Neusorg zeigte Nickl auf, wie Mehrkosten entstehen. Das Angehörigen-Entlastungsgesetz sei nicht im Sinne der Kommunen, die für die Zahlung der Sozialhilfeleistungen aufkommen müssen. Es bleibe die Diskussion, ob es eine Frage der Ehre sei, für seine Eltern einzustehen oder/und ob der Staat in seine Vorsorgefunktion versagt habe. Der Generationenvertrag, so Nickl, hinke hier hinterher.

"Die Eltern haben Kinder versorgt und sich eingeschränkt, die Kinder sorgen für die eigenen Kinder und schränken sich ein. Die Kinder zahlen für die Eltern." Der Elternunterhalt habe die schwächste Stellung gegenüber anderen familienrechtlichen Unterhaltsansprüchen. Laut BGH-Urteil muss niemand seine Lebensführung wegen der Zahlung von Elternunterhalt spürbar und dauerhaft einschränken, außer er lebt im Luxus.

Die Geehrten:

Um die KAB verdient gemacht

Bei der Jahreshauptversammlung wurden langjährige Mitglieder geehrt. Für 15 Jahre: Margarete Dietl. Für 25 Jahre: Gabriele Fröhler, Karin Hartl, Johann Heimler, Elisabeth Lehmer, Maria Meier, Magdalena Schachschall, Waltraud Thanner, Konrad Thanner. Für 40 Jahre: Erna Beer, Hermann Beer, Marianne Breitschaft, Michael Breitschaft, Margarete Heimler, Rita Lindner, Andreas Messer, Karl Mulzer, Manfred Wanzke und Anna Wanzke.

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