10.02.2020 - 15:19 Uhr
MünchenOberpfalz

DWD-Experte: „Sabine“ wäre im Sommer folgenreicher gewesen

Das Sturmtief „Sabine“ hätte in den Sommermonaten möglicherweise deutlich schwerwiegendere Folgen gehabt.

Ein Arbeiter beseitigt mit einem Gebläse Rinde und Äste von einer Straße. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa
von Agentur DPAProfil

Guido Wolz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in München erklärte, es sei bekannt, dass Sommerstürme die Bäume leichter entwurzeln. „Wenn die Bäume kein Laub tragen, sind sie weniger anfällig“, erklärte er. Ein ähnlich starker Sturm wie am Montag hätte im Sommer vermutlich wesentlich mehr Bäume umgeworfen.

Die stärkste gemessene Böe in bewohntem Gebiet wurde am Montag vom DWD bei Fürstenzell im niederbayerischen Landkreis Passau gemessen, dort wurden 154 Stundenkilometer erreicht. Am Großen Arber, mit 1456 Metern höchster Berg des Bayerischen Waldes, fegte der Orkan sogar mit bis zu 161 Stundenkilometern. „Sabine“ kommt laut DWD damit in Bayern an den Sturm „Kyrill“ heran, der im Januar 2007 schwere Schäden verursacht hatte.

Für den Montagnachmittag erwartete der DWD weitere Orkanböen mit bis zu 130 Stundenkilometern in Südbayern, auf Deutschlands höchstem Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze, könnte es extreme Böen mit bis zu 180 Stundenkilometern geben. Nach einer Beruhigung am Montagabend könne es aber auch am Dienstag noch einmal örtlich schwere Sturmböen geben.

DWD-Vorhersage Bayern

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