10.09.2019 - 16:15 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Denkmal-Tag zeigt zwei Schätze am Schlossberg

Den Tag des offenen Denkmals nutzten zahlreiche Interessierte aus Ebermannsdorf und Umgebung, um sich die beiden Baudenkmäler am Schlossberg genauer anzusehen.

Im Inneren des Bergfrieds. Eckart von Eyb (mit einem ausgedruckten Bild der Ansicht der mit einer Folie geschützten oberen Plattform des Turms), er zeigt den Besuchern viele interessante Details des 2003 restaurierten früheren Wohnturms.
von Christine Wendl - wecProfil

In der Johanneskirche hat sich seit der Schließung vor zwei Jahren einiges getan. Bereits beim Betreten fällt auf, wie hell es hier nun ist. Christine Schormüller informierte als Ortsheimatpflegerin und Mitglied der Kirchenverwaltung über den Stand der Renovierung. Auch zur Geschichte der denkmalgeschützten Barockkirche wusste sie viel zu berichten.

Der denkmalgeschützte achteckige Bergfried.

Trotz strömenden Regens stiegen sehr viele Leute den beschwerlichen Weg zum achteckigen Bergfried hinauf: Hier war an diesem Tag auch der in vier Metern Höhe liegende Hocheingang für die ungewöhnlich vielen Gäste geöffnet. "Hausherr" Eckart von Eyb ließ es sich nicht nehmen, den Besuchern die zahlreichen interessanten Feinheiten im Inneren des früheren Wohnturms zu zeigen. Im Jahr 2003 wurde dieser (die genauere Geschichte lässt sich nur erahnen) grundlegend restauriert.

Eckart von Eyb zeigt die restaurierte Mauer - bewusst anders strukturiert, um nachvollziehen zu können, wo das Original und wo die Erneuerung ist.

Von der einstigen Burganlage sind nur der 16 Meter hohe, achteckige Turm aus Kalkstein-Quadern sowie ein paar wenige Mauerreste erhalten. Die ursprünglichen Bewohner siedelten vermutlich im 18. Jahrhundert in das etwas tiefer gelegene Schloss um, das im 20. Jahrhundert umfangreich saniert wurde und in dem noch heute die Familien von Eyb wohnen.

Die Schlosskirche wird gerade saniert. Christine Schormüller (links, mit grüner Jacke) erzählte den Besuchern viel darüber.

Zwischen den beiden Baudenkmälern sorgten der Pfarrgemeinderat und Mitglieder des historischen Vereins Ebermannsdorf mit Kaffee und Kuchen sowie Getränken dafür, dass alle gut gestärkt den Auf- und Abstieg des steilen Schlossberges bewältigen konnten.

Ein Luftbild von 2017 präsentiert einen Überblick über das Gelände um die alte Ebermannsdorfer Schlosskirche (Johanneskirche) mit dem dazugehörigen Areal.
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