06.04.2020 - 10:27 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

In Ebermannsdorf kleine Ruheinsel vor dem DomCom geplant

Um den Betrieb in der Kommune auch in Zeiten des Coronavirus am Laufen zu halten, ist es für Ebermannsdorf wichtig, dass der Gemeinderat tagt. Unter den besonderen Umständen erfordert das besondere Maßnahmen.

Das Bild zeigt den Bauabschnitt II und die Bereichserweiterung am Parkplatz beim DomCom.
von Autor KNEProfil

Die Aula des DomCom bietet genügend Platz, so dass für jedes einzelne Ratsmitglied ein eigener Tisch reserviert und dadurch der Mindestabstand zum nächsten Kollegen von zwei Metern mehr als eingehalten werden konnte. Auch für mögliche Zuschauer – die Öffentlichkeit muss ja gegeben sein - waren Plätze so angeordnet, dass die Distanz zum Nachbarn leicht zu gewährleisten war. Desinfektionsmittel standen zur Verfügung, und jeder musste bestätigen, dass er keinerlei Krankheitssymptome hat.

Die Sitzung begann mit einem Ortstermin direkt vor dem DomCom. In einer weiten Runde erläuterten Bürgermeister Josef Gilch und Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch die Pläne für den zweiten Bauabschnitt und die Erweiterung des Parkplatzes. Gilch berichtete, dass es auch dafür eine Förderung in Höhe von 62 Prozent der Baukosten vom Amt für Ländliche Entwicklung geben werde, da es sich um ein Projekt der Neuen Mitte handelt.

In diesem Zug soll neben weiteren Behindertenparkplätzen auch eine kleine Ruheinsel mit bequemen Möbeln zum Verweilen entstehen. Der Schulbereich erhält eine neue Einzäunung mit Zufahrtstor und eine Eingrünung mit einer Hainbuchen-Hecke. Alle Gemeinderäte stimmten der Baumaßnahme zu und vergaben einstimmig den Auftrag für den zweiten Abschnitt an die Firma Englhard.

Dann begab sich der Gemeinderat in die Aula des DomCom. Dort erläuterten Geschäftsleiterin Liane Kern und Bürgermeister Gilch die von der Verwaltung ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Das Rathaus sei nur für äußerst wichtige Angelegenheiten für Bürger zugänglich. Die Verwaltung arbeite aber derzeit normal und ohne Ausfälle weiter und sei telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Gilch dankte ausdrücklich den Frauen Schindler und Peterlein, die mit weiteren Helfern selbstlos eine ehrenamtliche Versorgung für Personen, die in der Mobilität eingeschränkt sind, zur Risikogruppe gehören oder aus wichtigen Gründen wie etwa Quarantäne zur Zeit lieber oder besser zu Hause bleiben, eingerichtet haben. Außerdem haben sie einen Nähdienst für Schutzmasken in der Gemeinde aufgebaut.

Gemeinderat Thomas Wiedenbauer beantragte, wegen der besonderen Situation durch Corona wie andere Gemeinden auch einen Ferienausschuss zu installieren. Damit bräuchte bei wichtigen Entscheidungen nicht der gesamte Gemeinderat zusammenkommen. Bürgermeister Gilch unterstützte diesen Antrag, gerade auch weil noch im April der millionenschwere Auftrag für die Erschließung des Industriegebiets Schafhof Ost vergeben werden müsse. Nach kurzer Diskussion wurde aber entschieden, auf einen solchen Ausschuss zu verzichten. Stattdessen wurde der Bürgermeister ermächtigt, den Großauftrag auch ohne Beschluss an die günstigst bietende Firma zu vergeben.

Einstimmig wurde der Bauplan der Firma Mercedes Widmann zum Neubau eines Mercedes-Benz-Autohauses mit Werkstatt für Pkw und Nutzfahrzeuge, Lackiererei, Teilelager, Ausstellung und Verwaltung im Industriegebiet Schafhof Ost genehmigt. Die Haupterschließungsstraße für das Industriegebiet Schafhof Ost erhält auf Wunsch der Firma Dressler den Namen Messerschmittstraße. Für die Stichstraße war in einer früheren Sitzung auf Wunsch der Firma Widmann bereits der Name Mercedesstraße festgelegt worden.

Einstimmig schloss sich das Gremium dem Vorschlag der Verwaltung an, wegen der Corona-bedingten Schließung die Pachten für das Schützenheim in Pittersberg, die Erzweg-Stubn in Ebermannsdorf und das Jugendheim in Pittersberg zu erlassen. Auch die Beiträge für die Kinderkrippe samt Mittagessen entfallen für die Zeit der Schließungen. Beim Kindergarten erübrigte sich ein solcher Beschluss, da in Ebermannsdorf dafür sowieso keine Beiträge erhoben werden. Die Genehmigung der durch die Gemeinde vereinnahmten Spenden war reine Formsache.

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