Blechblasmusik – darunter stellt man sich ja eher kernige Mannsbilder in Lederhosen vor. Die Lederhosen stimmten auch hier, aber zusätzlich gab es noch viel auf die Ohren und weiblichen Charme. Chef-Trompeterin Karin, die auch keck durch den Abend führte, freute sich über viel Publikum in Ebermannsdorf, denn hier war sie sicher, „dass wir auch verstanden werden!“. Was nach einer Nachjustierung der Lautstärkeregler zum Glück auch so war. Akkordeonistin Judith bewies große Fingerfertigkeit und lieferte die hohe Stimme des Quartetts, während Posaunistin Hilde und die zweite Trompeterin Tine – wenn sie nicht fantastische Klänge aus ihrem Blech herausholten – die bayerisch-frechen Lieder zweistimmig untermalten, im Hintergrund von Gitarre, Bass Horn und Schlagzeug unterstützt.
Der Mann an sich und wie man ihn heutzutage „in echt und ohne Online-Dating“ kennenlernen könnte, war genauso Thema der Songs, wie „der ganze Magerpuppenwahnsinn“, der definitiv für die vier Mädels keine Option ist, wie sie sagen.
Sie brachen eine Lanze für die heißgeliebten High Heels, die schon auch mal eine Nummer zu klein gekauft werden, um nach dem ersten Date und einem Fuß voller Blasen in die Ecke zu fliegen. Sie unterziehen den potenziellen neuen Lover musikalisch beim „Erdäpfelklaum“ erst mal einer Tauglichkeitsprüfung, bevor sie gemeinsam in den sauren Apfel beißen: „Aber mit vui Puderzucker dro". Mit viel Charme, guten Stimmen und einer gesunden Einstellung zum Publikum („Ihr könnt’s mitmachen, dürft’s aber auch hocken bleim und affe schaun“) gewannen sie schnell die Sympathie ihrer Gäste, auch wenn die große Mehrheit vielleicht nicht mehr ganz der Zielgruppe entsprach. Nach zwei Stunden wussten alle, was sich die Mädels heutzutage wünschen und auf was sie „am Mann“ an sich eher verzichten können.
Dritter Bürgermeister Erich Meidinger hatte mal wieder ein gutes Gespür bei der Auswahl der Gruppe bewiesen und zeigte sich am Ende zufrieden mit dem gelungenen Abend. Die Bewirtung der Gäste übernahmen die Fußballmädels der SpVgg Ebermannsdorf.






















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