20.01.2020 - 16:31 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Neujahrsempfang Ebermannsdorf: "Goldene Zwanziger können beginnen"

Geleistetes in Erinnerung rufen, Aktuelles erklären, Künftiges aufzeigen und sich darüber austauschen, das ist laut Bürgermeister Josef Gilch Sinn eines Neujahrsempfangs. Dazu hatte er Gäste in die Mehrzweckhalle des Dom-Com eingeladen.

Bürgermeister Josef Gilch während der Neujahrsansprache im Dom-Com.
von Christine Wendl - wecProfil

Doch zunächst galt es, viele Hände zu schütteln: Diese Aufgabe übernahmen Gilch und seine beiden Stellvertreter Erich Meidinger und Michael Götz. Umrahmt wurde das Treffen vom Musikverein Haselmühl-Kümmersbruck und der Blaskapelle St. Konrad Ebermannsdorf unter der Leitung von Marcus Hoffmann. Mit Pianomusik erfreute die elfjährige Laura Dammer aus Pittersberg die Besucherschar.

"Die neuen Goldenen Zwanziger Jahre können für Ebermannsdorf beginnen", sagte Gilch und blickte zugleich auf 2019 zurück, das seinen Worten zufolge "erfolgreichste Jahr der Gemeindegeschichte". Ebermannsdorf werde von anderen Kommunen beneidet. Als Gründe nannte er Kulturangebote für Jugend, Familien und Senioren, ein ausgeprägtes soziales und umweltgerechtes Engagement sowie die hohe Lebensqualität. Das alles sei abgesichert durch solide Finanzen und Rücklagen in Millionenhöhe.

Mit Blick auf Landrat Richard Reisinger zeigte sich Gilch dankbar. Wenn heuer die Hauptstraße komplett neu asphaltiert wird, gehe das auf Kosten des Landkreises. Das letzte Stück Fahrradweg, mit Anschluss an Schafhof, ermögliche auch die gefahrlose Fahrt mit dem Rad bis nach Pittersberg. Auch in Richtung Theuern sei ein Geh- und Radweg mit Unterführung der Vilstalstraße in Sicht. Die Kosten hierfür stemmen laut Gilch zum Großteil die Gemeinde Kümmersbruck und das Staatliche Bauamt. Nicht bei allen Bürgern stießen die neu angelegten Natur- und Blühflächen auf uneingeschränkte Gegenliebe, handele es sich dabei doch um keine englischen Rasenflächen. Trotz der teilweisen Ablehnung werde man auch in diesem Jahr die Arbeit für die Natur fortsetzen.

Räume viel zu klein

In der Hauptstraße konnte nach über zehn Jahren der zu kleine und löchrige Kanal erneuert werden. Somit werde auch das Lebensmittel Nummer eins, sauberes Trinkwasser, geschützt. Nach 30 Jahren Wartezeit werden nach Ostern auch die Grundstücke vom Kindergarten bis zur Schule einen Kanal zur Entlastung erhalten. Glücklich schätzte sich der Bürgermeister über seine Mannschaft im Rathaus, die engagiert und bürgerfreundlich arbeite. Und das, obwohl die Räume viel zu klein und alles andere als optimal seien. Im Frühjahr erwarte er die ersten Entwürfe für ein Rathaus - das erste überhaupt in der Geschichte Ebermannsdorfs.

Auch beim Kindergarten sehe er förmlich, wie sich die Wände nach außen biegen, so voll besetzt sei er. Dank der Förderung von 80 Prozent durch den Freistaat könne die Kommune das Versprechen an die Eltern umsetzen, Platz zu schaffen. Ebenso wie in der Schule, wo die vorübergehend den Vereinen zur Verfügung gestellten Räume in absehbarer Zeit zurück an die Einrichtung gehen, zur Sicherung der ganztägigen Betreuung der Grundschulkinder. Gilch wertete das als Beweis, dass das mit dem Umbau der Grundschule erarbeitete Konzept schlüssig und zukunftsorientiert war. Ein besonders schützenswertes Kleinod ist für ihn die alte Johanneskirche, die in den vergangenen Jahren umfassend renoviert und restauriert wurde. Die offizielle Eröffnung sei für 28. Juni geplant. Josef Gilch legte den Bürgern nahe, sich mehr am Projekt Dorferneuerung zu beteiligen. Die Fördertöpfe seien gefüllt, auch im privaten Bereich könne man Gelder abschöpfen.

Visionen nun Realität

Die Visionen, die Altbürgermeister Albert Gruber und er im Jahr 2000 hatten, als sie auf der grünen Wiese standen, wo sich heute Schafhof II befindet, seien wahr geworden. Grußworte sprachen CSU-Landtagsabgeordneter Harald Schwartz und Landrat Richard Reisinger. Auch sie zeigten sich beeindruckt von der "hervorragenden Bilanz" der Gemeinde Ebermannsdorf.

Landtagsabgeordneter Harald Schwartz und Landrat Richard Reisinger beim Begrüßungs-Defilee im Dom-Com mit Bürgermeister Josef Gilch (links) und Drittem Bürgermeister) Erich Meidinger (rechts).
Alle drei amtierenden Bürgermeister beim Neujahrsempfang auf der Bühne (von links): Josef Gilch, Erich Meidinger, Michael Götz.
Blick in die Menge nach den Ansprachen des Neujahrsempfangs.
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