17.06.2018 - 10:49 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Seit 4600 Jahren Dauerbrenner

Zweimal im Jahr veranstaltet die Grundschule Ebermannsdorf ein Fest: einmal in der Vorweihnachtszeit und einmal im Sommer. Spiel und damit auch Spaß stehen im Mittelpunkt.

Im Pausenhof ist ein Spielbrett von "Mensch ärgere dich nicht" aufgemalt. Die Kinder selbst bilden die Figuren.

(wec) In der Mehrzweckhalle eröffneten die Kinder mit Gesang und Flötenmusik ihr Schulfest, zu dem sie ihre Eltern und Geschwister, Großeltern und Freunde mitgebracht hatten. Schulleiterin Maria Dandorfer begrüßte sie alle und auch Bürgermeister Josef Gilch. Im Vorfeld hatten die Kinder mit ihren Lehrerinnen vereinbart, dass sie alle ein Brettspiel mitbringen würden und einmal wieder "so richtig" miteinander spielen wollten. Ganz ohne Medien und Bildschirme.

Die Schulleiterin wusste zu berichten, dass bereits die alten Ägypter Spiele erfunden hatten. Geschichtlich festgehalten ist das älteste Spiel im Jahr 2600 vor Christus, also vor mehr als 4600 Jahren. Damals malten die Menschen ihre Spielfelder in den Sand und nahmen Steine oder andere Naturmaterialien als Figuren. Besonders fasziniert waren die Kinder, als sie erfuhren, dass mit Friedrich Schmidt ein Amberger Anfang des 20. Jahrhunderts das bekannte Brettspiel "Mensch ärgere dich nicht“ erfunden hat, das seitdem um die ganze Welt ging und in vielen Ländern gespielt wird.

Das gemeinsame Spielen macht nicht nur Spaß, es fördert - gerade bei Kindern - die Konzentration, ist gut gegen Langeweile. Kinder lernen dabei, Regeln einzuhalten und auch, sowohl gewinnen als auch verlieren zu können.

Deshalb zogen sich die Schüler mit ihren Eltern und Freunden zurück in die Klassenzimmer, wo in Gruppen alle möglichen Spiele bereit lagen. Die Mädchen und Buben hatten sichtlich Spaß dabei und werden sicher auch zuhause wieder öfters mal mit den Eltern und Geschwistern ein Brettspiel gegen die Langeweile ausprobieren.

Im Pausenhof stellten sich die Viertklässler auf das dort aufgemalte Spielbrett "Mensch ärgere dich nicht" und ließen den großen Würfel Schicksal spielen. Da dieser sich standhaft weigerte, einen Sechser zu zeigen, wurden kurzerhand die Modalitäten geringfügig geändert. In der Aula kümmerten sich die Mitglieder des Elternbeirats derweil mit vielen frischen Köstlichkeiten um das leibliche Wohl der Gäste.



Zahlreiche Spiele stehen in den einzelnen Klassenräumen bereit.
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