24.02.2020 - 14:13 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Verkehrte Welt bei den Ebermannsdorfer Burgschützen

Alles anders im Heim der Burgschützen Ebermannsdorf: Statt hart trainierender Schützen ist dort eine bunte Schar von Cowboys, Bäckern, Mönchen, Prinzessinnen und allerlei anderer verkleideter Gestalten anzutreffen.

Das kunterbunte Faschings-Königsvolk kurz vor dem Verzehr seines schmackhaften Geschmeides, das es vorher gewonnen hat (von links): Zweiter Faschingsritter Armin Kryschak, Faschingsburgfräulein Johanna Schill, Faschingsjugendliesl Isabell Steup, Faschingsritter Mathias Scheeler, Faschingsliesl Ruth Kryschak, Faschingsjugendkönig Jan Viehauser, Zweites Faschingsburgfräulein Emma Demelt, Faschingskönig Albert Holzner und Pechvogel Bastian Kryschak.
von Christine Wendl - wecProfil

Sie alle hatten bereits vorher beim Faschingsschießen ihr Bestes gegeben und versucht, mit zehn Schuss nicht möglichst viele, sondern – ganz im Gegenteil – möglichst wenig Ringe zu erzielen. Ein Nuller, also ein Schuss ganz außerhalb der Scheibe, wurde dabei mit zehn Ringen bestraft, war also in der närrischen Zeit das bestmögliche Ergebnis überhaupt. Meilenweit vom Schwarzen entfernt war Ruth Kryschak mit 49 Ringen. Sie wurde Faschingsliesl und bekam als närrisches Pendant zur Lieslkette eine lecker duftende Pfälzerkette umgehängt. Zu ihrem närrischer Hofstaat gehören die beiden Faschingsburgfräuleins Johanna Schill und Emma Demelt (61 und 62 Ringe). Die beiden freuten sich über verzehrbaren Schmuck aus Wienerln und Spitzeln.

Bei den Männern ging es wesentlich enger zu. Gleich drei Teilnehmer hatten nämlich je 31 Ringe erzielt. Also musste die Startnummer entscheiden, wodurch Albert Holzner zum Faschingskönig wurde. Mathias Scheeler ging als erster und Armin Kryschak als zweiter Faschingsritter aus dem Wettbewerb hervor. Auch hier gab es Pfälzer-, Wienerl- und Spitzelketten.

Auch die Jugend wartete mit einem Faschingskönigspaar auf: Faschingsjugendliesl wurde Isabell Steup, Faschingsjugendkönig Jan Viehauser. Sie freuten sich über ihre närrische Auszeichnungen, je eine Kette aus Süßigkeiten. Vom Pech verfolgt war Bastian Kryschak. Haarscharf verfehlte er das für dieses Schießen eigentlich hervorragende Ergebnis von 13 Ringen und landete acht seiner Treffer ganz knapp neben der Scheibe – die somit als zehn Ringe galten. Er wurde daher feierlich zum Pechvogel ernannt. Das närrische Königshaus stiftete seine gewonnenen Wurst- und Spitzelketten für das gekochte Kraut und feierte im Anschluss an das harte Training gemeinsam im Schützenheim mit der gesamten Faschingsgesellschaft.

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