11.02.2020 - 11:14 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Volles Haus beim Faschingsball der Kirwaleute in Ebermannsdorf

Manchmal geht ein toller Faschingsabend auch ohne monatelange Vorbereitung. So geschehen unter Regie der Kirwaleute in Ebermannsdorf. Beinahe wie bei einem Flashmob erschien dort der Berggasthof über Nacht mit Narren gefüllt.

Die Männer der Narrhalla Haselmühl-Amberg-Kümmersbruck begeistern ihr Publikum im Berggasthof Ebermannsdorf.
von Christine Wendl - wecProfil

Die Idee entstand bei der diesjährigen Christbaumversteigerung, im brechend voll besetzten Berggasthof, der ja momentan pächterlos ist. Aus irgendwelchen Gründen stand 2020 kein Bürgerball am Zettel, aber – das fragten sich die Kirwaleute – „Ebermannsdorf ganz ohne Fasching? Das geht doch nicht!" Also wurde spontan eine Party organisiert, die das ansonsten leerstehende Lokal für eine lange Nacht erneut mit Leben füllte.

Fabian Jäger begrüßte die maskierte Schar im Namen des Kirwa-Vorstands und dankte seinen Leuten für die Organisation und Ausführung des Faschingsballs. Anstelle einer Band sorgte DJ Thomas Gradl mit altbekannten Schlagern und Hits für eine stets gefüllte Tanzfläche und gute Mitsing-Laune, Björn Schulze schwang den Kochlöffel und kümmerte sich ums leibliche Wohl der Gäste. In der Bar füllten die Kirwaleute die Cocktail-Gläser. Obwohl kein Maskenzwang ausgesprochen war, erschienen dennoch alle in fantasievollen Verkleidungen, in denen sie auch einmal völlig ungezwungen abfeiern konnten. Interessant waren die auffallend groß gewachsenen Bedienungen – die meisten blond, mit sehr behaarten Beinen und wenig „Holz vor der Hütte“, jedoch ausnahmslos sehr freundlich und fleißig. Am späteren Abend sorgte die Narrhalla Haselmühl-Amberg-Kümmersbruck mit dem Prinzenpaar Sabine III. und Michael IV. und ihren bezaubernden Gardemädchen für Schwung und leuchtende Augen. Glänzende Orden wurden Simon Wendl und Fabian Jäger vom Vorstand um die Hälse gehängt, die dazugehörigen Bussis großzügig an alle verteilt.

Bereits der Gardetanz ließ langes Training der jungen Tänzerinnen vermuten, aber der etwas später folgende Showtanz setzte dem akrobatisch und optisch noch einige Krönchen auf. Mit ihrem Samba und der fantastischen Choreographie zogen die jungen Damen auf dem nicht allzu üppig bemessenen Tanzboden sämtliche Register ihres Könnens und wurden dafür auch mit donnerndem Applaus der Gäste belohnt.

Dass bei der Narrhalla nicht nur die weiblichen Mitglieder ein gutes Bild im Rampenlicht abgeben, bewiesen die Herren, die den Abschluss mit einer Gruppe Feuerwehrmänner bildeten. Figürlich nicht ganz so top in Form und auch nicht so aufgebrezelt wie die Mädels, aber dafür nicht weniger charmant und liebenswert boten sie eine vorwiegend witzige Demonstration ihres tänzerischen und schauspielerischen Könnens. Insgesamt gesehen war dieser spontane Faschingsparty der Kirwaleute eine hervorragend gelungene Veranstaltung und keine zwölf Stunden später war der Berggasthof wieder genauso leergefegt und sauber wie vorher.

Der Faschingsball, den die Kirwaleute da organisiert hatten, stieß auf große Begeisterung bei den Gästen. Die Tanzfläche war immer bestens besucht.
Simon Wendl (rechts) und Fabian Jäger (links) nach der Auszeichnung mit Orden durch Prinzessin Sabine III. Auch der Prinz bekam in diesem Fall ein Bussi von den Geehrten.
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