"Die meisten von uns gucken den Fernsehgarten", berichtet Dominik Plannerer vom Burschenverein Ebnath. Daraus entstand die Idee mit dem Verein einen Ausflug zur Live-Sendung nach Mainz zu machen. "Wir wären eigentlich als ganz normale Gäste im Publikum gewesen", sagt Dominik Plannerer. Etwa eine Woche vorher hörten die Ebnather von der Wasserrutschen-Challenge. Der Aufruf lautete: "Rutscht euch in den Mallorca-Fernsehgarten." Das ließen sich die Jungs nicht zweimal sagen. "Wir sind ja für jeden Spaß zu haben und haben uns einfach angemeldet", sagt Plannerer. Zu gewinnen gab es Tickets für den ausverkauften ZDF-Fernsehgarten mit dem Motto "Mallorca Party". Zusätzlich gibt es 500 Euro zum "verjubeln".
Aus über 70 Bewerbungen fiel die Wahl des Fernsehsenders auf die Ebnather Burschen. Wer von den insgesamt elf angemeldeten Teilnehmern mitmachen durfte, wurde ganz pragmatisch gelöst: "Ich hab es in unsere Gruppe geschrieben und Florian, Sascha, Pascal, Lukas und ich waren die ersten, die sich zurückgemeldet haben", erzählt Plannerer lachend. "Die anderen sechs wären auch gern gerutscht, waren aber zu langsam", verrät er.
Ganzes Dorf fiebert mit
Sechs Stunden reisten die elf Mitglieder des Burschenvereins mit dem Zug nach Mainz. Zunächst waren die Freunde am Samstagnachmittag bei der "Mainzer Bierbörse" und genossen das Event am Rheinufer. Nach kurzen Proben am Sonntagvormittag wurde es um 15 Uhr ernst. Nach der Begrüßung von Moderatorin Andrea Kiewel und einer Musikeinlage leitete sie über zur Wasserrutschen-Challenge: "Wir haben die Mutter aller Rutschen aufgebaut", sagt sie.
Die aufblasbare Wasserrutsche war 8 Meter hoch und 30 Meter lang. Sie wurde "berutscht" von drei Teams. Der Burschenverein Ebnath, von der Moderatorin "Burschis" genannt, trat gegen das Team "Hydro Hero" aus Würzburg und "Do it for the Plot" aus Aschaffenburg an. Bei der Vorstellung sagte Kiewel über die Oberpfälzer: "Der Fernsehgarten hat heute fünfmal mehr Zuschauer als ihr Heimatort Einwohner hat!" Dominik Plannerer (26), sein Bruder Sascha Plannerer (29), Lukas Schenkl (23), Pascal Ponnath (25) und Florian Hawranek (26) erklärten, dass Ebnath 1281 Einwohner hat. Daraufhin meldeten sich auch die sechs mitgereisten Fans vom Burschenverein.
Die "Badeaufsicht" beim Wettbewerb hatte Bachelor Paul Janke – unser "Mr. Baywatch", informierte die Moderatorin. Er erklärte die Regeln: "Das schnellste Team gewinnt." Die Teams treten nacheinander an. Alle Zeiten werden zusammengezählt. Danach scheidet ein Team aus, die beiden schnelleren Gruppen gehen ins Finale.
"Burschis" schlagen Konkurrenz
Für ihren ersten Durchgang brauchte die gegnerische Läuferin 1 Minute und 2 Sekunden. Danach ist Dominik Plannerer dran. "Der wieselt da hoch, so krass", sagte Kiewel. Er brauchte für zwei Mal Hochlaufen und Rutschen 39:65 Sekunden. "Das ist ja fast die Hälfte von Johanna", meint die Moderatorin erstaunt. "Das war extrem gut", lobte Paul Janke vor allem die Technik beim Hochlaufen.
Während die Teams abwechselnd rutschen ging es weiter mit der Sendung. Nach rund 45 Minuten gibt es einen Zwischenstand: Da startete Sascha Plannerer. "Die Burschen haben die Nase vorn", sagte Janke. Doch die Gruppe aus Aschaffenburg sei ihnen dicht auf den Fersen. "Die ,Hydros' sind schon ein bisschen abgeschlagen", meint die "Badeaufsicht". Da rauscht Sascha nach 45 Sekunden ins Ziel.
Nach weiteren 20 Minuten stehen die Finalisten fest: Mit 3 Minuten 47 Sekunden waren die "Burschis" das schnellste Team. Die Ebnather traten gegen "Do it for the Plot" an, die mit 4 Minuten 35 Sekunden knapp eine Minute langsamer waren. "Oh das ist aber unfair", meinte Kiewel. Denn im Aschaffenburger Team ist bei vier jungen Frauen nur ein Mann am Start. Und die Ebnather Jungs seien größer und muskulöser. "Da sollte es per se fünf Sekunden für jeden von euch oben drauf geben", sagte die Moderatorin spaßig. Doch die fünf Burschen nahmen die Herausforderung an – handelten die Moderatorin aber auf fünf Sekunden für die ganze Mannschaft herunter. Janke erklärte: "Die Regeln bleiben gleich, doch im Finale rutscht jedes Teammitglied nur einmal, statt zweimal."
Zum Schluss der Sendung brachte die "Badeaufsicht" die Zuschauer auf den aktuellen Stand: "Es ist ganz, ganz eng." Nachdem die Oberpfälzer mit fünf Sekunden plus in die Finalrunde starteten, haben sie nur noch eine Sekunde Vorsprung, erklärte Janke. Schlussläufer waren Lukas von den "Burschis", der in der ersten Runde den Einzelrekord als Schnellster von allen mit 39:14 Sekunden aufgestellt hatte, und Andreas, der einzige männliche Starter bei "Do it for the Plot".
Der Herausforderer Andreas fing an und beendete seinen Durchlauf mit 19:73 Sekunden. "Das ist neue Bestzeit!", kommentierte Janke. Dann war Lukas an der Reihe. Noch während er rutscht, sagte Kiewel: "Guckt euch das an! Der Herr der Rutsche! Das wird neuer Rekord!" Der Ebnather rauschte mit 17:69 Sekunden ins Ziel – die fünf Jungs vom Burschenverein gewannen den Wettbewerb und damit die Tickets für den ausverkauften Mallorca-Fernsehgarten. "Männer wir sehen uns in zwei Wochen", sagte Kiewel.
Aufregung vor dem Fernsehauftritt
"Es war schon sehr cool einen Blick hinter die Kulissen zu werfen", erzählt Dominik Plannerer einige Tage nach dem Fernsehauftritt gegenüber Oberpfalz-Medien. "Die vielen Kameras, alles ist super getaktet, die Produktionsmitarbeiter zeigen einem genau, wo man sich hinstellen soll." Für alle fünf Ebnather war es der erste Fernsehauftritt. "Wir waren auch dementsprechend aufgeregt. Da gucken ja doch rund zwei Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen zu." Zu Hause vor dem Fernseher fieberte das restliche Dorf mit. Am kommenden Sonntag findet eine Sieger-Party am Rathaus statt. Die Woche drauf ist das Quintett wieder im Fernsehen zu sehen, allerdings auf der Zuschauer-Tribüne des ZDF-Fernsehgartens.















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